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Fachbeirat für DBU-Naturerbefläche gegründet

Fachbeirat für DBU-Naturerbefläche gegründet

Die Eigentümerin der DBU-Naturerbefläche Wahner Heide setzt sich für Transparenz ein: Mit der Gründung eines Fachbeirates reagierte die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die DBU Naturerbe GmbH, auf den Wunsch der Naturschutzverbände, naturschutzfachliche Themen intensiv diskutieren zu können. Die DBU-Tochter sieht das Gremium als Ergänzung zu ihrer Mitgliedschaft im Forum Wahner Heide e.V.
Um einen reibungslosen Informationsaustausch zu gewährleisten, wollen sich im neuen Fachbeirat Vertreter der DBU-Tochter zweimal im Jahr mit den Naturschutzbehörden, den Verbänden, Biologischen Stationen sowie Vertretern vom Flughafen Köln/Bonn und von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Sparte Bundesforst, treffen.
Wie die DBU-Tochter die Naturschutzmaßnahmen auf ihren 47 Flächen plant, erläuterte Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Prokurist und Fachlicher Leiter der DBU Naturerbe. „Mit der Unterzeichnung der Rahmenverträge mit der BImA zur Flächenübernahme haben wir Leitbilder für jede Liegenschaft festgelegt“, so Wahmhoff. Ergänzend dazu seien Naturerbe-Entwicklungspläne in Arbeit, die die Umsetzung der Leitbilder für die kommenden zehn Jahre beschreiben. Diese Pläne würden mit den Naturschutzbehörden und dem Fachbeirat abgestimmt werden. Ganz konkret werde es in den jährlichen Maßnahmenplänen. Für die DBU-Naturerbefläche Wahner Heide arbeite die DBU-Tochter beispielsweise daran, die großflächigen Heiden und Sandmagerrasen sowie die Feuchtheiden, Borstgrasrasen und Heidemoore zu erhalten. Auch wolle sie ausgedehnte Übergangsbereiche von Offenland zu Wald sowie das Grünland pflegen und entwickeln.
Die DBU-Tochter trage zum angestrebten Ziel der Bundesregierung bei, mindestens 2 % der Landesfläche Deutschlands wieder in Wildnisgebiete zurück zu verwandeln, erklärte Dr. H. Otto Denstorf, verantwortlich für das Betriebsmanagement der DBU-Tochter. Insgesamt seien bereits rund 900 ha Wald auf der DBU-Naturerbefläche Wahner Heide aus der Nutzung genommen.
 
Neben der Waldarbeit kümmern sich die Bundesförster als Dienstleister der DBU-Tochter um Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, die Wegeinstandsetzung und die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Offenland und an den Gewässern. „Wir kümmern uns unter anderem um die Waldrandgestaltung am Camp Altenrath und um die Gewässerrenaturierungen an der Kirchsiefenteichkette bei Altenrath sowie den Kurtenwaldbach und den Giesbach in Hasbach“, erläuterte Jürgen Rost, Betriebsleiter vom Bundesforstbetrieb Rhein-Weser.
DBU

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