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Max v. Elverfeldt ist neuer Vizepräsident der ELO

Bearbeitet von Rainer Soppa

Max v. Elverfeldt, der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, ist im Rahmen der Jahresversammlung der European Landowners‘ Organization (ELO) einstimmig zum Vizepräsidenten des europäischen Grundbesitzerverbandes gewählt worden. 

v. Elverfeldt folgt auf Michael Prinz zu Salm-Salm, der dieses Amt viele Jahre erfolgreich und mit großem Engagement ausgefüllt hat.

„Ich freue mich darauf, die langjährige Verbundenheit mit der ELO weiter auszubauen und dieses großartige europäische Netzwerk auch für die Themen unserer Mitgliedsbetriebe aktiv zu nutzen. Zugleich weiß ich, dass mich hohe Erwartungen begleiten. Michael Prinz zu Salm-Salm hat unsere Verbandsinteressen über viele Jahre mit großer Leidenschaft und hohem persönlichen Einsatz auch in Brüssel vertreten“, so von Elverfeldt.

Der neue Vizepräsident macht deutlich, welches Thema ihn aktuell auf europäischer Ebene am meisten umtreibt: „Wir unterstützen die Ziele der EU, mehr Arten-und Klimaschutz zu erreichen. Das kann aber nur gemeinsam mit den Land- und Forstwirten geschehen. Denn sie sind am Ende des Tages die Akteure, die die Maßnahmen im Rahmen der Biodiversitätsstrategie auch umsetzen und so zu ihrem Gelingen überhaupt erst beitragen. Die aktuelle Ausgestaltung des Green Deal ist jedoch nicht zielführend!“

Vielen betroffenen Land- und Forstwirten, aber auch vielen politischen Vertretern, sei gar nicht bewusst, welche Auswirkungen die geplanten strengen Unterschutzstellungen von 10 Prozent der Land- und Meeresflächen Europas zur Folge hätten. „10 % Flächen-Stilllegungen in Deutschland bedeuten rund 3,5 Mio. ha Landflächen, auf denen künftig jegliche wirtschaftliche Landnutzung, einschließlich Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei, vollständig verboten sein soll. Das sind fast 15 % der land-und forstwirtschaftlichen Flächen. Bei einem durchschnittlichen Nutzungswert von 20.000 € je Hektar würde die Stilllegung zu einem volkswirtschaftlichen Schaden von über 70 Mrd. € allein in Deutschland führen. Zudem ist eine Stilllegung von Wald negativ für den Klimaschutz, da eine Nicht-Holznutzung durch andere klimaschädliche Materialien ersetzt werden muss“, so Elverfeldt. Deshalb fordert er ein Umdenken beim Green Deal und schlägt wirksame Alternativen vor. Dazu gehören u. a. ein integrativer Ansatz von Bewirtschaftung und Artenschutz sowie die Honorierung und Inwertsetzung von ökologischen Leistungen der Land-und Forstwirtschaft.

Weitere Informationen unter https://www.europeanlandowners.org/

Quelle: FabLF