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Export und Import von Nadelschnittholz

Die deutschen Exporte von Nadelschnittholz (raue Ware) sind von Januar bis Ende September 2019 mit 4,60 Mio. m³ deutlich um 5,5 % über das Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums gestiegen. Im vergangenen Jahr war noch ein marginales Minus von 0,6 % zu beobachten. Während die Lieferungen an den wichtigsten Abnehmer Österreich leicht zurückgingen, legten die nach China um mehr als das Sechsfache zu. Kräftige Zuwächse verzeichneten auch die Lieferungen an Großbritannien, Indien und Korea.

Nennenswerte Rückgänge waren bei den Exporten in die Niederlande und in die Vereinigten Arabischen Emirate zu beobachten. Letzten Endes blieb bei der Gesamtbetrachtung ein deutliches Plus übrig. Der Wert aller Lieferungen bei Grenzübergang lag im Durchschnitt der ersten neun Monate 2019 bei 179 €/m³ (Vorjahr 197 €/m³). Allein zwischen Ende 2017 und Mitte 2018 stieg der durchschnittliche Exportpreis um 12,7 % auf 204 €/m³, ging dann aber kräftig zurück, was wohl auf die Sturmwürfe und die Käferkalamität in Mitteleuropa zurückzuführen sein dürfte.

Die Importe von Nadelschnittholz (raue Ware) gab im gleichen Betrachtungszeitraum um 7,1 % auf 3,25 Mio. m³ nach. Für das vergangene Jahr errechnete sich noch ein Anstieg um 5,8 %. Die Importe aus Russland erhöhten sich bis Ende September 2019 recht kräftig um 8,9 % und auch aus Lettland war mit 12,8 % ein deutlicher Anstieg der Importe zu beobachten. Die Bezüge aus Österreich, Schweden und der Ukraine sind dagegen deutlich bis kräftig zurückgegangen. Der Wert aller Bezüge bei Grenzübergang lag im Durchschnitt der ersten neun Monate dieses Jahres bei 200 €/m³ (Vorjahr 204 €/m³).

HMI/Quelle: Statistisches Bundesamt

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