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Experten von ThüringenForst warnen vor Borkenkäfer

Experten von ThüringenForst warnen vor Borkenkäfer

Die vom Borkenkäfer befallenen Holzmengen in den ausgedehnten Fichtenwäldern des Freistaats Thüringen steigen deutlich an. Bis vergangenen Monat (Dezember 2013) lag die Befallsmenge bei 97.868 Fm und damit dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum vor einem Jahr (2012: 32.215 Fm). Außergewöhnlich hoch ist mit 23.354 Fm (2012: 4.433 Fm ) der Zugang allein im Dezember.
Zusätzliche Sorge bereitet den Forstexperten von ThüringenForst die mittlerweile hohe Anzahl der örtlichen Befallsstellen, die sich von 3.849 im Vorjahr auf 7.018 Stellen im laufenden Käferjahr erhöht hat.
  
Dieser Kennwert bringt die potenziellen Brutstätten und damit den Durchseuchungsgrad der Bestände zum Ausdruck, so ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt. Waldbesitzern empfiehlt Gebhardt, mit größter Sorgfalt jetzt noch vorhandene Borkenkäfernester zu entfernen und im Frühjahr entsprechende ökologisch unbedenklich Bekämpfungsverfahren wie etwa das Legen von Fangbäumen zu planen.
Ursächlich für die Entwicklung dürfte der lange und kalte Winter 2013 gewesen sein, der den ersten Schwärmflug des Käfers in die warmen Frühsommermonate verlagerte. Die trockene zweite Jahreshälfte 2013 hat die Widerstandskraft der Baumart Fichte durch die eingeschränkte Wasserversorgung sodann geschwächt. Kurzum: Der Fichtenborkenkäfer hat den ungewöhnlichen Witterungsverlauf 2013 knallhart ausgenutzt.
Die Landesforstanstalt ThüringenForst – Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) bewirtschaftet rund 200.000 ha Staatswald, nimmt hoheitliche Aufgaben im gesamten Waldgebiet des Freistaats wahr (540.000 ha) und bietet Dienstleistungen (Beförsterung) für den Privat- und Kommunalwald an. Mit 24 Forstämtern und 282 Forstrevieren ist ThüringenForst flächendeckend in Thüringen aufgestellt. 
 
ThüringenForst

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