Forstwirt Markus Schweichelsetzt mit der Harzer Haue Douglasienim Forstamt Seesen
Forstwirt Markus Schweichelsetzt mit der Harzer Haue Douglasienim Forstamt Seesen
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Exoskelette in der Waldarbeit

28. November 2022
Der Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft und Verfahrenstechnologie an der Universität Göttingen untersucht, ob Exoskelette Waldarbeiten wie die Pflanzung oder die Wertastung erleichern könnten.

Die Pflanzung ist nicht unbedingt die Lieblingsarbeit der Forstwirte. Sie ist anstrengend und man verbringt den Arbeitstag obendrein meist in gebückter Haltung. So geht es auch Markus Schweichel, den wir im Oktober im Forstamt Seesen besuchten.

Mit Exoskelett pflanzen

Aber das muss nicht unbedingt so bleiben. Linderung verspricht nämlich eine Technik, die Marius Kopetzky von der Universität Göttingen erforscht. Wir treffen den wissenschaftlichen Mitarbeiter von Prof. Dirk Jaeger am Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft und Verfahrenstechnologie, als er Schweichel bei der Arbeit begleitet.

Ein Blick auf den Forstwirt macht klar, dass heute kein gewöhnlicher Pflanztag ist. An den Oberarmen und den Handgelenken, an den Oberschenkeln und an den Schuhen spannen sich Gummieriemen und Klebestreifen um Sensoren, die während der Arbeit Messdaten an den Laptop von Kopetzky senden. Noch auffälliger ist das schwarze Geschirr, das Schweichel um die Hüfte trägt. Es handelt sich um das Exoskelett „Paexo Back“ der Firma Ottobock.

Biomechanisches Prinzip

Mit seinem biomechanischen Prinzip könnte es Schweichel die Arbeit erleichtern. Wenn sich Markus Schweichel nach vorne beugt, nimmt der seitlich am Oberschenkel sitzende Energiespeicher diese Bewegung wie eine Feder auf. Richtet er sich später auf, gibt der Speicher diese gespeicherte Kraft wieder ab. Er erleichtert also das Aufrichten des Oberkörpers und entlastet damit die Lendenwirbelsäule.

Erste Erfahrungen

Die Forschungsergebnisse liegen noch nicht vor. Berichten können wir aber von den Eindrücken der Forstwirte. Schweichel hatte sich am Tag unseres Besuches noch nicht an das 4,5 kg schwere Exoskelett gewöhnt. Es zwängte ihn ein und behinderte die natürlichen Bewegungsabläufe. Die Oberschenkelspange übte zudem einen dauer­haften Druck aus.

Wie Kopetzky erklärt, gewöhnen sich die Forstwirte aber innerhalb weniger Tage an das Tragen. Schweichels Kollegen, mit denen er im Frühjahr am Forstamt Unterlüß die Hohlspatenpflanzung untersucht hat, stellten nach längerer Nutzung einen positiven Effekt fest.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 12/2022 und in unserer digitalen Ausgabe.

 

 

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Oliver Gabriel