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Europameisterschaft der forstlichen Schulen

Europameisterschaft der forstlichen Schulen

Vom 25. bis zum 30. Mai 2010 fanden in Luxemburg die 9. Europameisterschaften forstlicher Schulen statt. Deutschland wurde erneut von einem vierköpfigen Team der Bayer. Technikerschule für Waldwirtschaft vertreten und erreichte von 15 Nationen den vierten Platz in der Gesamtwertung.

Forstliche Schulen aus 15 Ländern Europas sandten jeweils vier Wettkämpfer im Alter zwischen 17 und 25 Jahren sowie Schiedsrichter und einen technischen Leiter nach Luxemburg. Das „Team Germany“ bildeten: Als Wettkämpfer Sophie Bernhardt aus Berlin, Philipp Höhne aus Brandenburg, Frank Weyrich aus Hessen sowie Christian Rosenberger aus Unterfranken; als Schiedsrichter die Forsttechniker Jochen Grünberger und Julian Bruhn aus Burgsinn sowie als Teambetreuer Olav Strehl aus Baden-Württemberg und als Mitglied der internationalen head jury Fachlehrer Peter Tretter. Angeführt wurde die deutsche Delegation von Schulleiter Robert Staufer.
Sophie Bernhardt wurde Europameisterin in der Damenwertung. Christian Rosenberger setzte sich in der Disziplin „Präzisionsschnitt“ mit hervorragenden 243 Punkten durch. Der Wettkampf bestand aus einem technischen Teil (fünf Motorsägendisziplinen der Waldarbeitsmeisterschaften) und einem fachlich-praktischen Teil („Forst-Parcours“) mit 16 Teilaufgaben.
Die Mannschaft aus Österreich holte sich wie im letzten Jahr in Lohr den Sieg in der Gesamtwertung, allerdings büßten die Österreicher viel von Ihrer Dominanz ein: So holten sie keinen Titel in den Einzeldisziplinen und mussten sich im technischen Teil den Esten geschlagen geben, die insgesamt Dritte wurden. Slowenien konnte sich wie im letzten Jahr über den 2. Platz freuen. Deutschland bestätigte die Leistungen der Vorjahre mit einem guten 4. Platz.
Am 1. Tag im Forst-Parcours mit 16 Aufgaben wie z.B. Baum- und Holzartenkenntnisse, Volumen- und Flächenermittlung, Erste Hilfe, Alters- und Durchmesserbestim¬mung an Bäumen waren die vier Wettkämpfer als Team gefordert. Die gute forstliche Ausbildung an der Technikerschule legt die Grundlage, um in diesem anspruchsvollen Parcours bestehen zu können. Für die erfolgsverwöhnte deutsche Mannschaft lief es hier in diesem Jahr nicht ganz so gut, aber auch ein 5. Platz im fachlich-praktischen Teil kann sich sehen lassen.
Dafür überzeugten die bayerischen Teilnehmer an den folgenden Tagen mit der Motorsäge, wo sie trotz sehr starker internationaler Konkurrenz nur ganz knapp am Treppchen scheiterten und sich Platz 4 sichern konnten. Herausragend waren dabei zwei Einzelleistungen:
  • Sophie Bernhardt setzte sich souverän an die Spitze des Damenklassements und ließ mit deutlichem Abstand die Teilnehmerinnen aus Norwegen, Luxemburg und Ungarn hinter sich. Die extra aus Berlin angereisten Eltern freuten sich mit der frisch gekürten Europameisterin.
  • Christian Rosenberger holte sich den Titel im Präzisionsschnitt mit sagenhaften 243 Punkten. Zum Vergleich: Den offiziellen Weltrekord in der Juniorenklasse hält der Schweizer Orlando Lerch mit 242 Punkten, aufgestellt bei der WM 2008.
Viel Pech hatte Frank Weyrich bei der Disziplin Entasten: Er landete punktgleich mit dem Drittplatzierten auf Grund der etwas schlechteren Zeit auf dem undankbaren vierten Platz.
Im nächsten Jahr wird dieser Europäische Wettbewerb der forstlichen Schulen in Polen stattfinden.
Bayer. Technikerschule für Waldwirtschaft

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