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Europäischer Sägewerksverband beklagt „systematische Diskriminierung“ in Japan

Der europäische Sägewerksverband EOS hat sich in einem Positionspapier an die EU-Kommissarin für Handel Cecilia Malmström über Japan in drei Punkten beschwert.
•  Importeure müssen für Schnittholz aus Kiefer und Fichte (mit Warennummern beginnend mit 4407, 4409 und 4418) aus Europa Importzölle zwischen 3,9 % und 5 % zahlen. Nordamerikanische Douglasie, Hemlock und Sitkafichte werden dagegen ohne Zoll eingeführt.
•  Japan entwickelt eine Norm, welche den Zugang für Brettsperrholz erschweren könnte. Die EOS befürchtet, dass damit europäische Holzarten und üblicherweise verwendete Klebstoffe nicht enthalten sind. Test für die Zulassung könnten nur von japanischen Instituten durchgeführt werden und sollen sechs bis zwölf Monate dauern. Produkte aus japanischer Zeder werden dabei priorisiert, befürchtet der Verband. Die Norm soll Mitte 2016 in Kraft treten.
•  Das Wood-Use-Point-Stimulus (WUPS)-Programm bedeute für europäische Holzprodukte eine massive Handelserschwernis. Die japanische Regierung hat das Programm mit 41 Mrd. Yen (300 Mio. €) ausgestattet. Mit diesem Betrag wird die Verwendung von heimischem Holz zulasten von Importen gefördert. Europa befürchtet, dass das WUPS-Programm 135.000 Wohneinheiten pro Jahr umfassen könnte. Allerdings gibt es bereits Zeichen, dass dieses Programm ausläuft, informiert die EOS.
timber-online.net

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