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Europäische Waldbericht auf der der FOREST EUROPE vorgestellt

Europäische Waldbericht auf der der FOREST EUROPE vorgestellt

In den letzten 25 Jahren ist die Waldfläche in Europa um rund 17,5 Millionen Hektar gewachsen, das entspricht in etwa der Bewaldung von Deutschland, Österreich und Litauen zusammen. Dies ist eines der eindrucksvollen Ergebnisse aus dem aktuellen Europäischen Waldbericht, der auf der 7. FOREST EUROPE Ministerkonferenz am 20. und 21. Oktober 2015 in Madrid vorgestellt wurde.Als Mitglied der von Bundesminister Christian Schmidt geleiteten deutschen Delegation konnte sich Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), einen lebendigen Eindruck von der forstpolitischen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene machen. 

Hochrangige Vertreter aus 38 europäischen Staaten, die EU-Kommission und weitere 18 internationale Organisationen haben an zwei arbeitsintensiven Tagen zwei neue Resolutionen zur Rolle der Wälder und ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung im Bereich der Bioökonomie sowie zu den Herausforderungen durch den Klimawandel einstimmig verabschiedet.
  
25 Jahre FOREST EUROPE gaben darüber hinaus Anlass, in zwei Ministerentscheidungen einen Blick in die Vergangenheit und das hierin Erreichte zu richten und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen.
Ideologisches Schubladendenken hat hier keinen Raum
 
Die Ministerkonferenz hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig die europäische länderübergreifende Zusammenarbeit für die Stärkung und Weiterentwicklung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung ist. „Ideologisches Schubladendenken hat hier keinen Raum“, äußerte sich DFWR-Präsident Schirmbeck. Es sei ermutigend, wie sach- und lösungsorientiert die Verhandlungen bei FOREST EUROPE ablaufen. Im vergangenen Vierteljahrhundert habe sich innerhalb der Ministerkonferenz ein konstruktiver Dialog basierend auf gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung entwickelt. „Dieses solide Fundament muss jetzt genutzt werden, um die Verhandlungen zu einer Europäischen Waldkonvention neu zu beleben und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“ betonte Schirmbeck.
Eine der größten Aufgaben für die nächsten 25 Jahre wird sein, das forstliche Verständnis einer umfassenden Nachhaltigkeit sektorübergreifend zu verankern, damit der Wald und die an ihm hängende Wertschöpfungskette ihr Potenzial als Teil einer wettbewerbsfähigen Bioökonomie angemessen entfalten können.
Der aktuelle Europäische Waldbericht „State of Europe’s Forests 2015“ ist im Internet unter http://www.foresteurope.org/docs/fullsoef2015.pdf abrufbar; die Zahlen zur Entwicklung der Waldfläche in Europa finden sich in Anhang 8 des Berichts.
Deutscher Forstwirtschaftsrat

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