Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

EU setzt strengere Emissionsgrenzwerte für mobile Maschinen

Am 5. Juli hat das Europäische Parlament eine Überarbeitung der Typgenehmigungsvorschriften und Emissionsgrenzwerte für nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen und Geräte gebilligt.

Die neuen Regeln wurden bereits mit dem niederländischen Ratsvorsitz vereinbart. Nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen und Geräte machen ungefähr 15 % aller Stickoxid- und 5 % aller Partikel-Emissionen in der EU aus.

Der Bericht von Elisabetta Gardini (EVP, IT) wurde mit 623 Stimmen angenommen, bei 57 Gegenstimmen und 27 Enthaltungen.

„Wir haben die Grenzwerte, die die EU-Kommission vorgeschlagen hatte, noch strenger gemacht für viele Motorarten, aber wir haben uns für einen Ansatz entschieden, der der Industrie erlaubt, die neuen Anforderungen in kurzer Zeit zu erfüllten. Dies war das wichtigste Ziel“, so Gardini.

Die neuen Vorschriften legen Motorklassen fest, die wiederum in Unterklassen je nach Leistungsbereich unterteilt sind. Für jede Klasse wurden Umweltschutzanforderungen in Form von Grenzwerten für Abgasemissionen (CO, HC, NOx und Partikel) festgelegt, sowie Fristen zur Umsetzung ab 2018.

Im Vergleich zur bestehenden Richtlinie betreffen die neuen Regeln mehr Motorarten, sie vereinfachen Verwaltungsverfahren und verbessern die Durchsetzung und Marktüberwachung.

Die geplanten Vorschriften sehen ein System zur Leistungsüberwachung von Motoren während des Betriebs vor, um die Unterschiede zwischen den Messwerten im Labor und unter realen Fahrbedingungen auszugleichen.

Nachrüstung: Wie von den Abgeordneten gefordert, wird die EU-Kommission nun prüfen müssen, ob gemeinsame Regeln für die Nachrüstung von Vorrichtungen zur Begrenzung der Emissionen in Motoren notwendig sein werden. Ziel dabei ist, weitere Emissionssenkungen zu erreichen.

Hintergrund: Im September 2014 hat die EU-Kommission einen Vorschlag vorgelegt, um die bestehende Richtlinie zu ersetzen, die nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik ist. Die neue Verordnung für nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen und Geräte betrifft alle Arten von Verbrennungsmotoren, die beispielsweise in den folgenden Maschinen oder Geräten zum Einsatz kommen: Handgeführte Geräte, Generatorsätze, Maschinen für die Landwirtschaft, Erntemaschinen, Baumaschinen (z.B. Kräne), Triebwagen und Lokomotiven sowie Binnenschiffe. Diese Motoren müssen die gleichen Anforderungen erfüllen, unabhängig vom Treibstoff, um die Innovation in der Branche anzukurbeln.
 
Europäisches Parlament/Red.

Auch interessant

von