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EU-Mahnbrief wegen Nutzungen im Urwald Bialowieza

Ende Mai veranlassten die polnischen Behörden erste Baumfällungen im Jahrtausende alten Wald von Bialowieza im Nordosten des Landes – entgegen den Widerständen von Umweltschützern und Wissenschaftlern, berichtet tt.com. Die Maßnahme soll nach Behördenangaben helfen, die in der Region grassierende Borkenkäferepidemie einzudämmen. Im Zeitraum von zehn Jahren sollen mehr als 180.000 Fm geschlagen werden. Das sind deutlich mehr als die zuvor geplanten 40.000 Fm.
Der Wald zählt nach EU-Recht zum Natura 2000-Netzwerk von Schutzgebieten und gehört zudem zum UNESCO Weltnaturerbe. Nun hat die EU-Kommission gegen Polen ein Verfahren wegen der möglichen Verletzung von EU-Recht im Zusammenhang mit Baumfällungen in Europas letztem Urwald eingeleitet. Ein Kommissionssprecher sagte am 16. Juni in Brüssel, ein entsprechendes Mahnschreiben sei an Warschau geschickt worden. Die polnischen Behörden haben zur Beantwortung der im Brief gestellten Fragen einen Monat Zeit.
timber-online.net

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