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EU-Kommission startet Initiative für nachhaltigere Ressourcennutzung

EU-Kommission startet Initiative für nachhaltigere Ressourcennutzung

Die Europäische Kommission stellte am 26. Januar 2011 unter dem Titel „Ressourcenschonendes Europa – eine Leitinitiative innerhalb der Strategie Europa 2020“ einen Rahmen für die nachhaltigere Nutzung von natürlichen Ressourcen und die Umstellung auf ein ressourcenschonendes, kohlenstoffarmes Wachstum in Europa vor.

Darin heißt es: „Angesichts der weltweiten Dimension wichtiger Umweltthemen wie Klimawandel, biologische Vielfalt, Bodennutzung, Entwaldung, externe Auswirkungen der Verbrauchs- und Produktionsmuster, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Zugang zu Ressourcen muss die EU die Ressourceneffizienz auf internationaler Ebene thematisieren und eng mit wichtigen Partnern, darunter auch mit den Beitritts- und Nachbarländern, zusammenarbeiten.“

Diese Leitinitiative ist die siebte und letzte der Strategie Europa 2020, die auf ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum angelegt ist. Sie stellt die Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt der EU-Politik in den Bereichen Energie, Verkehr, Klimaschutz, Industrie, Grundstoffe, Landwirtschaft, Fischerei, Biodiversität und regionale Entwicklung. Durch die Nutzung der Synergien in diesen Bereichen leistet die Strategie einen entscheidenden Beitrag zu verschiedenen EU-Zielen: Sie hilft, die Treibhausgasemissionen Europas bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 % zu senken, den Landwirtschafts‑ und den Fischereisektor zu reformieren, die Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern zu verbessern und die Union gegen künftige Energie‑ und Grundstoffpreiserhöhungen widerstandsfähiger zu machen.

Für das Jahr 2011 sind verschiedene Initiativen geplant. Dazu gehören im ersten
Quartal unter anderem:
•  Mitteilung über eine Biodiversitätspolitik und -strategie der EU für den Zeitraum bis 2020 (Selbstverpflichtungen der EU; Formulierung von Einzelzielen als Grundlage von Maßnahmen).
•  Mitteilung über die Herausforderungen auf den Grund- und Rohstoffmärkten (unter anderem Ermittlung der kritisch wichtigen Rohstoffe und Festlegung koordinierter Maßnahmen, mit der eine nachhaltige Versorgung der EU mit Rohstoffen aus der EU oder aus Drittländern sichergestellt werden soll; Förderung der Rohstoffgewinnung, des Recyclings, der Forschung, Innovation und Substitution innerhalb der EU; bessere
Abstimmung der Rohstoff- und der auswärtigen Politik der EU).

Europäische Kommission/fp

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