Der Frühlingswald bietet so manche Leckerei, z.B. Bärlauch.
Der Frühlingswald bietet so manche Leckerei, z.B. Bärlauch.
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Essbare Pflanzen: Was bietet der Frühlingswald?

10. April 2022

Im Wald gibt es das ganze Jahr über Kulinarisches zu entdecken. Gerade jetzt im Frühling. Aus frischen Blüten und Blättern lassen sich leckere Gerichte zaubern. Doch welche Pflanzen aus dem Frühlingswald sind das und was mache ich aus ihnen?

Mit dem Frühling und wärmeren Temperaturen zieht es uns Menschen wieder verstärkt in den Wald. Gerade jetzt kommt die Landschaft besonders farbenfroh daher, ist der Waldboden mit Frühblühern bedeckt, die das kurze Zeitfenster ausnutzen, bis die Laubbäume ausschlagen und den Waldboden wieder in Schatten tauchen. Zu solchen Frühlingsboten gehören auch viele Pflanzen, die sich wunderbar in der Küche verwenden lassen. Welche sind das?

Essbare Pflanzen aus dem Frühlingswald

  • Bärlauch: Bärlauchblätter sind eine aromatische Alternative zu Knoblauch mit einer immunstärkenden Wirkung durch hohen Vitamin-C-Gehalt. Aber Achtung: Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Maiglöckchen.
  • Birke: Junge Blätter von Birken (aber auch von anderen Bäumen wie Buchen und Linden) eignen sich für Smoothies und Salate. Birkenblätter sollen entwässernd und entzündungshemmend wirken.
  • Giersch: Giersch schmeckt roh nach Petersilie und gekocht nach Spinat. Im Wald wächst er in schattigen, feuchten Gebieten. Beim Pflücken sollte auf den dreikantigen Blattstiel geachtet werden, um ihn nicht mit dem giftigen Gefleckten Schierling zu verwechseln.
  • Schwarzer Holunder: Die stark duftenden Blüten des Schwarzen Holunders können vielerlei Anwendung finden – in gebackener Form in Pfannkuchen, verarbeitet als Sirup oder auch als Geschmackszusatz in Limonaden.
  • Schwarze Johannesbeere: Wie auch beim Holunder sind auch bei der Schwarzen Johannesbeere nicht nur die Früchte essbar. Tatsächlich können ab April auch die Blätter dieses Strauches gepflückt werden. Diese werden frisch für Kräuter- und Gemüsesuppen oder getrocknet bei der Teeherstellung verarbeitet.
  • Knoblauchrauke: Knoblauchrauke ist im rohen Zustand ähnlich einsetzbar wie Bärlauch. Beim Kochen verliert sich der knoblauchartige Geschmack. Die Rauke eignet sich daher als scharfes Gewürz in Salatsoßen, Dips oder auf der servierten Pizza.
  • Spitzwegerich: Der Spitzwegerich wächst an Wegesrändern und kann ab April geerntet werden. Alle Pflanzenteile eignen sich roh oder gedünstet in Salaten, Omeletts oder Frischkäse und Kräuterquark (das gilt auch für den Breitwegerich).
  • Waldmeister: Waldmeister kommt häufig in schattigen Buchenwäldern oder Laubmischwäldern vor. Er schmeckt in Getränken oder in Eis als Geschmackszusatz. Am besten immer nur eine geringe Menge verwenden, da das Cumarin der Blätter sonst Kopfschmerzen verursachen kann.
  • Wir wünschen viel Spaß beim Sammeln und Kochen.

    Mit Material von PEFC Deutschland