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Am 3, Juli fand der erste Generationendialog Wald in Eberswalde statt. Die Ergebnisse sollen in die Fortschreibung der Waldstrategie 2020 einfließen.

Erster Generationendialog Wald in Eberswalde

Was können wir für einen klimaresistenten Wald 2050 tun? Wie können wir die Wasserfilter- und -speicherfunktion des Waldes bis 2050 sichern? Und wie kann unser Wald bestmöglich zum Klimaschutz beitragen? Wo ist Handlungsbedarf in der Öffentlichkeitsarbeit? Und welche finanziellen Unterstützungen brauchen Waldbesitzende?

Diese und viele weitere Fragen wurden beim ersten Generationendialog Wald in Eberswalde diskutiert. Die Lösungsideen und Ergebnisse werden der Bundesregierung überreicht und fließen in die Fortschreibung der Waldstrategie 2020 ein. Dem endgültigen Ergebnisbericht gehen noch vier weitere Dialogforen voraus.

Neue und innovative Ideen fördern

„Der Generationendialog ist eine gute Plattform, sich aktiv in politische Prozesse einzubringen. Der Austausch der vielen Akteure ist zudem wichtig, damit nachher alle an einem Strang ziehen“, berichtete Tabea (23 Jahre), Praktikantin beim Deutschen Forstwirtschaftsrat. Mehr als vierzig Waldinteressierte jeder Altersstufe beschäftigten sich mit Fragen rund um die Themen Klimaschutz und -anpassung sowie Schutz von Boden und Wasser im Wald. Das waren die Kernthemen, des ersten Dialogforums am 3. Juli in Eberswalde. Der Generationendialog will nicht nur zwischen verschiedenen Akteuren des Waldes und verschiedenen Altersklassen vermitteln, sondern gezielt neue und innovative Ideen von jungen Erwachsenen fördern. Die insgesamt 24 jungen AkteurInnen trafen sich bereits am Vortag, um sich gemeinsam mit Dr. Stefanie Steinebach, Försterin und Kommunikationscoach, auf den Generationendialog vorbereiteten.

Die Beteiligung junger Menschen im Fokus

Cajus Caesar, Waldbeauftragter der Bundesregierung, betonte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit der Beteiligung von jungen Menschen. Das Projekt liegt ihm als Gastgeber und Initiator besonders am Herzen. Dass er selber vor Ort ist und sich persönlich mit den jungen Menschen austauscht, ist für ihn selbstverständlich: „Das Thema ‚Klimaschutz und Klimaanpassung‘ hat in den jetzigen Tagen besonders an Aktualität gewonnen. Wald spielt bei der Klimaschutzfrage eine essenzielle Rolle. Und auch umgekehrt: Der Wald muss an künftige Veränderungen angepasst werden. Nur ein gesunder Wald kann Klimaschutz bewirken.“

Franziska Zocher vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ermutigte die jungen Teilnehmenden, ihren Ideen freien Lauf zu lassen: „Wir brauchen neue, innovative Inputs. Wir wollen eure Ideen in die Diskussionen für die Waldstrategie 2050 mitnehmen.“

Unter den Teilnehmenden waren Auszubildende der Berliner Forsten, Studierende der Hochschule Eberswalde, VertreterInnen von Umwelt- und Forstverbänden sowie VertreterInnen von Freizeitverbänden. Ergänzt wurde die Gruppe am zweiten Tag durch die etablierten Akteure aus Forstwirtschaft und Umweltverbänden, langjährige Mitarbeitende oder Geschäftsführende der Verbände sowie VertreterInnen verschiedener Forstbehörden.

Weitere Termine und Infos:

  • 9. Oktober 2019, München: „Wirtschaftsfaktor Wald und Holz“;
  • 30. Oktober 2019, Warburg: „Lebensraum Wald“;
  • 7. November 2019, Koblenz: „Forstwirtschaft und Deutschland“;
  • Januar 2020, Wernigerode: „Wald erleben“.

Alle wichtigen Infos finden Sie unter sdw.de. Ansprechpartnerin im Projekt Generationendialog ist Katharina Schlünder, erreichbar unter katharina.schluender@sdw.de oder per Telefon: 0228 94 59 83 91.

Hintergrund:

Das Vorhaben wird vom BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Die Projektbegleitung erfolgt im Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) der FNR. Nähere Informationen zu dem Projekt gibt es hier: https://www.sdw.de/projekte/generationendialog/index.html. Die FNR ist seit 25 Jahren als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterstützt Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung. Das KIWUH ist eine Abteilung der FNR.

Quelle: SDW

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