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Die gut gelaunten EGGER Business Talk Teilnehmer am Jakobskreuz. Foto: Michael Werlberger

Erster EGGER Business Talk im Stammhaus St. Johann in Tirol

Zahlreiche interessierte Architekten, Planer und Verarbeiter folgten der Einladung zum ersten EGGER Business Talk, der im Zuge des EGGER Profiprogrammes organisiert wurde.

Experten aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Finanzen, Sport und Medizin sprachen über das Thema „Struktureller Wandel im Zeichen der Vernetzung“ und teilten ihr Fachwissen mit dem interessierten Publikum. 
Vom 1. bis 3. Juni 2016 zeigten hochkarätige Referenten, wie die Gesellschaft die Herausforderungen der Zukunft, resultierend aus den aktuellen strukturellen Veränderungen, als wertvolle Chance nutzen kann.
„Mit dem EGGER Business Talk im Stammhaus haben wir eine exklusive Veranstaltung für Architekten und Verarbeiter ins Leben gerufen, bei der Fachwissen vermittelt und die Gelegenheit zum persönlichen Netzwerken gegeben wird“, betonte Günter Karbun, EGGER Vertriebsleiter Handel Mitteleuropa. Der Fokus wurde bei den Gesprächen und Diskussionen auf die Entwicklung der Architektur im Zusammenhang mit steigender Zuwanderung, Vernetzung und Globalisierung gelegt. Des Weiteren wurde die Frage erörtert, wie zukünftige wirtschaftliche und politische Veränderungen gewinnbringend in der gesamten Branche, vom Architekten und Verarbeiter über den Partner der Holzwerkstoffindustrie, dem Holz und Plattenfachhandel, genutzt werden können.
Neue Perspektiven für die Architektur
Die Teilnehmer hatten an zwei Event-Tagen die Möglichkeit, an zahlreichen Vorträgen renommierter Experten teilzunehmen. Den Auftakt zum EGGER-Businesstalk gestaltete Architekt Thomas Pucher. Er lieferte wertvolle Impulse, wie man den zukünftigen Anforderungen in der Städtearchitektur begegnen kann. Dabei ging es in erster Linie darum zu klären, welche Einflüsse zum Umdenken in der Architektur des Städtebaus führen und wie man positiv darauf reagiert.
Der Architekt und Planer des EGGER Stammhauses, Bruno Moser, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die vielfältigen Möglichkeiten des Holzbaus und deren funktionalen und flexiblen Einsatz. Seine Projekte – wie das EGGER Stammhaus und das Konzepthaus – zeigen, dass mit EGGER Werkstoffen ein zeitloser und natürlicher Arbeitsplatz und Wohnraum geschaffen werden können.
Die Leiterin des Christian Doppler Labors an der Universität Innsbruck, Univ. Prof. Dr. Cornelia Lass-Flörl, thematisierte die Anforderungen an Werkstoffe im Jahr 2020 in einem hohen hygienischen Umfeld. Steigende bakterielle Belastungen, vor allem in Ballungszentren, beschäftigen Mediziner seit Jahren und stellen besondere Ansprüche an Werkstoffe, die im sozialen und medizinischen Bereich eingesetzt werden.
Den Abschluss des ersten Tages machten Erich Polz (Weingut Polz aus der Südsteiermark) und Karl Handl (Handl Speck) mit einem unterhaltsamen Interview über den bescheidenen Beginn so mancher Erfolgsgeschichte.
Zusammenhänge von regional bis global
Geballte Fachkompetenz erwartete die Teilnehmer auch am zweiten Veranstaltungstag. Kommerzialrat Gerhard Spitzbart, Bundesinnungsmeister der Tischler und Holzgestalter, erläuterte neue Chancen für das heimische Handwerk in einer zunehmend globalisierten Welt.
Architekt Volker Dienst ging ebenfalls auf regionale Werte und die steigende Rückkehr zur Regionalität ein, während der Vortrag von Architekt Martin Josst, Partner von Delugan Meissl Associated Architects, die Wechselbeziehung zwischen Gebäuden und ihrer Umgebung behandelte.
Einblicke in Raumgestaltung mit Licht gewährte Ing. Andreas Danler von Bartenbach lighting design. Dr. Thomas Leissing, Leitung Verwaltung/Finanzen EGGER Gruppe, referierte über Chancen und Risiken des aktuellen Finanzumfeldes und erklärte, wie sich die gegenwärtigen Entwicklungen im Banken- und Finanzsektor auf die heimische Wirtschaft auswirken.
Im Anschluss daran führte Professor Paul Lendvai die Möglichkeiten und Gefahren, die in einer Vernetzung zwischen Weltwirtschaft und Politik liegen, an. Professor Lendvai war langjähriger Publizist und politischer Kommentator der Tageszeitung „Der Standard“ und des ORF und kennt die Europäische Union seit ihrer Gründung. In eindrucksvoller Weise analysierte er die gegensätzlichen Kräfte, die aktuell in der Europäischen Union zur Wirkung kommen. Zentrale Aspekte des Vortrages waren außerdem die Flüchtlingskrise und die Stellung von Kleinstaaten innerhalb der Staatengemeinschaft.
Zum Abschluss der Vorträge im EGGER Stammhaus gab Klaus Monhoff, seit über zwei Jahrzehnten Leiter des EGGER Dekormanagements, gemeinsam mit Verkaufsleiter Andreas Prosser einen exklusiven Einblick in die neue EGGER Kollektion Dekorativ 2017 bis 2019.
Gemeinsame Fahrt zum Jakobskreuz
Der Wettergott war gnädig und ließ die gemeinsame Fahrt zum Jakobskreuz am Gipfel der Buchensteinwand trocken verlaufen. Vor der eindrucksvollen Kulisse der umliegenden Bergwelt informierte die Führungsriege der Bergbahn Pillersee die sichtlich beeindruckten Teilnehmer über die architektonischen Herausforderungen bei der Errichtung des imposanten Wahrzeichens.
Abschließendes Highlight des zweiten Veranstaltungstages bildete der Vortrag „Vom Mut zum Absprung an die Spitze Ihrer Leistungsfähigkeit“ vom ehemaligen Cheftrainer der Österreichischen Skispringer, Alexander Pointner. In einprägsamer Weise präsentierte Pointner seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Spitzensport und deren praktische Umsetzung im wirtschaftlichen Umfeld.
EGGER exklusiv
Am dritten und letzten Tag nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, um sich bei einer Werksführung den Produktionsstandort St. Johann, den eindrucksvollen Maschinenpark und die Produktionsprozesse erklären zu lassen.
Das Feedback zum ersten EGGER Business Talk war äußerst positiv, Vertriebsleiter Günter Karbun zeigte sich sehr zufrieden mit der sehr guten Resonanz seitens der Teilnehmer.
Das seit 1961 bestehende Familienunternehmen EGGER beschäftigt etwa 7.600 Mitarbeiter. Diese stellen europaweit an 17 Standorten eine umfassende Produktpalette aus Holzwerkstoffen (Span-, OSB- und MDF-Platten) sowie Schnittholz her. Damit erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 2,26 Mrd. €. EGGER hat weltweit Abnehmer in der Möbelindustrie, dem Holz- und Bodenbelagsfachhandel sowie in Baumärkten.
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Die gut gelaunten EGGER Business Talk Teilnehmer am Jakobskreuz. Foto: Michael Werlberger

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