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Erster behördlich bestätigter Nachweis eines Wolfs in Hessen

Erstmalig ist Anfang März 2016 ist ein Wolf in Nordhessen von einer Fotofalle aufgenommen worden.

Ein Wissenschaftler entdeckte das Foto bei der Kontrolle der Fotofalle am 19. April. Die Kamera hatte das Tier am 3. März 2016 nahe dem Ortsteil Wellerode der Gemeinde Söhrewald im Landkreis Kassel erfasst. Es ist dies der erste behördlich bestätigte Nachweis eines Wolfs in Hessen.
Die Aufnahme erfolgte am Rand eines waldreichen, siedlungs- und verkehrsarmen Gebiets, in dem sich bereits Wildkatzen und Luchse angesiedelt haben und in dem die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung damit am höchsten ist. Die Herkunft des Tieres und sein weiterer Verbleib sind unbekannt.
Das nun entdeckte Foto gelang im Rahmen eines Monitoring-Projekts des Verhaltungsökologen Dr. Markus Port von der Universität Göttingen, der mit Fotofallen eigentlich die Ausbreitung und Raumnutzung von Luchsen in Nordhessen untersucht. Das Hessische Landesamtes für Umwelt und Geologie bestätigte das aufgenommene Tier als Wolf. Eine erste Bilanz des hessischen Wolfsmanagements soll im Herbst 2016 vorliegen.
Seit 2006 werden in Hessen immer wieder einzelne durchziehende Wölfe registriert. Vor einem Jahr war an der Autobahn A 66 im Spessart und am Preungesheimer Dreieck im Stadtgebiet Frankfurt jeweils ein Wolf überfahren und dabei getötet worden. Im Rahmen des hessischen Wolfsmanagements wurden eine Homepage und eine Wolf-Hotline eingerichtet.
Für den Fall, dass sich ein Wolfsrudel dauerhaft in Hessen ansiedelt, hat das Umweltministerium Vorbereitungen getroffen. Alle Regierungspräsidien wurden für Notfälle mit einem elektrischen Herdenschutzzaun ausgestattet, der im Fall eines nachweislichen Schafsrisses ausgeliehen werden kann. Um das wissenschaftliche Monitoring voranzubringen, hat das Land eine offizielle Wolfbeauftragte. Zusätzlich bildet das Land für alle hessischen Landkreisen jeweils zwei ehrenamtliche „Wolfsberater“ aus, die unterstützend tätig werden.
HMUKLV

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