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Harvester Logset 12H Hybrid im Einsatz

Erste Zahlen zum Hybridharvester von Logset

Auf der Fachtagung „Hybride und energieeffiziente Antriebe für mobile Arbeitsmaschinen“ an der TU Karlsruhe stellte die Firma Logset einige Erfahrungswerte zu  ihrem Hybridharvester Logset 12H GTE Hybrid vor.

Die Maschine besitzt  einem Dieselmotor mit 205 kW (2.100 U/min) und einen in Reihe geschalteten E-Motor, der bei Bedarf 175 kW Spitzenleistung 4,5 s lang beisteuern kann. Gebraucht wird diese hohe Spitzenleistung von insgesamt maximal 380 kW zum Beispiel, wenn der Fahrer mit dem Harvesteraggregat Stämme entastet.

Bei Normallast arbeitet der E-Motor als Generator und lädt den Energiespeicher. Beim Logset ist das kein Akku, sondern ein Supercapacitor von Visedo. Diese Speicher zeichnen sich durch eine schnelle Leistungsabgabe und -aufnahme aus sowie durch einen geringen Raumbedarf.

Logset hat auf diese Weise das Ziel umgesetzt, mit dem Hybrid die Lastspitzen abzudecken.

Dieselverbrauch sinkt deutlich

Mittlerweile sind mehrere Logset-Hybrid-Harvester weltweit im Einsatz, und es liegen gemessene Leistungswerte vor.

Marc Mimeau von Logset nannte für einen Douglasienwald in Frankreich eine Ernteleistung von 65 m³/h bei einem Treibstoffbedarf von nur 0,3 l/m³. Geht man von einem durchschnittlichen Verbrauch ohne Hybrid von 0,8 l/m³ aus, von 50.000 m³ jährlicher Ernteleistung und einem Dieselpreis von 0,90 €/l, so ergibt sich eine Jahreseinsparung von etwa 67.500 €. Dazu kommen die Einsparungen an CO2, NOX und Feinstaub, jeweils entsprechend der Einsparung von 15.000 l Treibstoff.

Bei Einsätzen in Finnland (Lärchenwald) und Australien (0,8 m³/ Baum) hat man etwa gleich große Einsparungen ermittelt. So spricht Logset selbstbewusst von 30 % mehr Leistung, 15 bis 30 % weniger CO₂-Ausstoß, 25 % Treibstoffeinsparung, 10 bis 30 % weniger Maschinenstundenkosten – und einer höheren Produktivität, weil der Hybridantrieb schnell reagiert, wenn Drehmoment gebraucht wird.

 

Mehr über die Fachtagung „Hybride und energieeffiziente Antriebe für mobile Arbeitsmaschinen“ lesen Sie in der Forst & Technik 4/2019.

 

Johannes Sebulke

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