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Erste Umfrage zum Nationalpark Schwarzwald

Erste Umfrage zum Nationalpark Schwarzwald

Die Bürger in Baden-Württemberg haben großes Interesse am Nationalpark Schwarzwald und bewerten den Beteiligungsprozess positiv.
Dies belegt die erste repräsentative und unabhängige Studie zu Akzeptanz und Wahrnehmung des Nationalparks, die von Professor Baldo Blinkert im Beisein von Naturschutzminister Alexander Bonde am 3. Juli in Stuttgart vorgestellt wurde.
  
Vom 25. November bis zum 8. Dezember 2014 hat das Meinungsforschungsinstitut LINK aus Frankfurt/a. M. insgesamt 1.000 Menschen aus ganz Baden-Württemberg sowie 500 aus den ländlichen Kreisen Freudenstadt, Ortenau, Rastatt und Calw rund um den Nationalpark am Telefon befragt. Der Soziologe Professor Baldo Blinkert vom Fifas-Institut in Freiburg war für die Auswertung der jeweils rund 20-minütigen standardisierten Telefoninterviews verantwortlich.
„Die Stimmung für den noch jungen Nationalpark ist bereits heute sehr gut. Nur 7 % der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger und 14 % der ländlichen Anrainer bewerten ihn negativ. Erfreulich ist die hohe Zufriedenheit mit der Bürgerbeteiligung, die in der Gründungsphase sehr wichtig war und auch jetzt bei der weiteren Planung des Nationalparks sehr umfangreich ist“, sagte Minister Bonde.
Unter den Befragten gaben 74 % im Land und 68 % der Anrainer an, mit der Beteiligung zufrieden zu sein. 52 % der Menschen im Land haben angegeben, den Diskussionsprozess zur Nationalparkgründung verfolgt oder sich aktiv in diesen eingebracht zu haben.
Für Thomas Waldenspuhl, Leiter des Nationalparks, ist das Ergebnis stimmig: „Die guten Zustimmungswerte zum Nationalpark und zur Bürgerbeteiligung passen zu den Rückmeldungen aus der Region im Rat. Der Nationalpark ist gut in sein Umfeld eingebunden, das ist genau der richtige Weg.“
Nationalpark steht für Tourismus und Wildnis
Der Nationalpark Schwarzwald setze bereits jetzt starke touristische Impulse. Fast jeder zehnte Baden-Württemberger sei schon im Nationalpark gewesen und rund 60 % der Bürger plane einen Besuch, so Bonde. Bei der Pilotstudie ging es auch um Meinungen. Auf die Frage, was unter Wildnis zu verstehen ist, gab es fast 1.500 Assoziationen – von Alaska über Krokodil bis Zivilisation. „Am häufigsten wurde Wildnis mit Tieren und Natur in Verbindung gebracht“, sagte Professor Baldo Blinkert. Ähnlich vielfältig sind die Erwartungen an den Nationalpark Schwarzwald, die von Abenteuer über Freiheit bis zu Ruhe und Entspannung reichen.
Akzeptanzforschung geht weiter
Wichtig sei es der Verwaltung gewesen, so Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl, diese erste Studie in externe Hände zu legen, um eine unabhängige Einschätzung zu bekommen. Sie sei jetzt ein Referenzpunkt für weitere Vergleiche.
MLR Baden-Württemberg

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