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Erste Gliederung des Nationalparks Schwarzwald

Erste Gliederung des Nationalparks Schwarzwald

Ein Jahr nach seiner Gründung hat der Nationalpark Schwarzwald nun eine erste Gliederung bekommen. Der Nationalparkrat, in dem die umliegenden Gemeinden, Kreise und Städte vertreten sind, legte am 04. Februar die Einteilung der Fläche in drei unterschiedliche Zonen fest. Der Nationalparkbeirat, in dem Verbände aus Naturschutz, Forst, Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Kirchen vertreten sind, hatte bereits Mitte Januar grünes Licht gegeben.Nachdem der erste Entwurf für die Gebietsgliederung Beirat und Rat bereits im Herbst passiert hatte, waren 120 Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt, sich die Theorie auf der Karte ganz praktisch in der Natur erklären zu lassen. Begleitet vom Team der Nationalparkverwaltung durchwanderten sie die einzelnen Zonen und konnten vor Ort Fragen und Wünsche loswerden. Neun Gemeinderäte und Kreistage nahmen sich des Themas ebenfalls an, die meisten Hinweise gab es allerdings im November über die eigens eingerichtete Online-Plattform: 46 Beiträge mit 86 unterschiedlichen Anregungen weist hier die Statistik aus.Einige der Hinweise sind in die endgültige Beschlussvorlage eingeflossen – so wurde beispielsweise die Managementzone am Buhlbachsee oder in den Bereichen Brückleswald und Schweinkopf vergrößert. Die Kernzone wurde im ganzen Parkgebiet um insgesamt 22 Hektar verkleinert. Einige Anregungen bezogen sich auch auf die weiteren Themen, die nun im Nationalparkplan bis 2018 bearbeitet werden.Die Waldgebiete der Kernzone, zu der die Bereiche Plättig, Hoher Ochsenkopf/Nägeliskopf im Norden, Wilder See/Kleemüsse in der Mitte sowie Buhlbachsee/Hechliskopf im Süden gehören, werden künftig sich selbst überlassen und damit am stärksten geschützt. Hier gilt ab sofort das Motto: Natur Natur sein lassen. Nach den internationalen Richtlinien für Nationalparks müssen in 30 Jahren drei Viertel der Fläche des Nationalparks Schwarzwald zur Kernzone zählen. Natürlich dürfen Besucher diese Gebiete auch weiterhin auf ausgewiesenen Wegen betreten, sofern sie die Schutzvorschriften beachten. Bis maximal ein Viertel der Fläche des Nationalparks bleibt dauerhaft Managementzone. Hier werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegend und lenkend eingreifen – unter anderem, um Biotop- und Artenschutzziele zu sichern oder die Ausbreitung des Borkenkäfers auf umliegende Wälder zu verhindern. Auch die Grindenflächen liegen in der Managementzone, sie sollen erhalten und miteinander vernetzt werden.Was in der Entwicklungszone passiert, legt der Nationalparkplan fest. Bis auch diese Flächen nach und nach der Natur übergeben werden, sind noch behutsame Maßnahmen, etwa ein präventives Borkenkäfermanagement, ein Wegeumbau oder die Pflege von Auerhuhngebieten, möglich.

NLP Schwarzwald

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