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Erste ENplus-Zertifikate in Baden-Württemberg verliehen

Erste ENplus-Zertifikate in Baden-Württemberg verliehen

Staatssekretär Richard Drautz vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gab am 22. September 2010 in Stuttgart den Startschuss für das neue Qualitätssiegel für Holzpelles in Baden-Würrtemberg. Mit dem ENplus-Zeichen wird die neue europäische Produktnorm für Holzpellets (prEN 14961-2 umgesetzt. Als Alleinstellungsmerkmal von ENplus bezeichnet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) GmbH die Einbeziehung des Pellethandels, der zur Lizenznutzung strenge Anforderungen erfüllen muss. Mit ENplus-Pellets könne der Verbraucher erstmals sicher sein, dass es beim Energieträger auch nach der Produktion durch Transport, Lagerung und Belieferung nicht zu Qualitätseinbußen kommt.
 
Bereits mehr als die Hälfte der für den privaten Verbrauchermarkt bestimmten Produktionskapazitäten und damit rund 1,7 Mio. t sind nach Informationen des DEPI bereits nach ENplus zertifiziert. Weitere Produzenten sollen in den kommenden Wochen folgen, so dass bundesweit ENplus-Pellets verfügbar sein werden. Von den Handelsunternehmen, die ENplus beantragt haben, sind bereits zwölf Händler bundesweit zertifiziert. Nun ist mit der Fa. Scharr Wärme GmbH & Co. KG der erste baden-würrtembergische Händler Besitzer eines ENplus-Zertifikates.
Staatssekretär Drautz beglückwünschte die Geschäftsführer Günter Bölle (Scharr Wärme) und Matthias Schindler (Biopell) zur Nutzung des Qualitätssiegels für Holzpelles und übergab die Urkunden mit den Worten: „Unternehmen, die dem Verbraucher ein Höchstmaß an Qualität anbieten, werden letztlich durch den Markt belohnt.“ Die Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen zeigten sich überzeugt von der Nutzung des ENplus-Zeichens.
Neues Element der Zertifizierung sind individuelle Identifikationsnummern, die für Produzenten und Händler vergeben werden und auf Pelletsäcken und Lieferscheinen deutlich zu sehen sind. Damit kommt es laut DEPI durch ENplus zu einer Erhöhung der Transparenz für den Verbraucher, der die Möglichkeit erhält, auf der ENplus-Homepage die lizenzierten Unternehmen zu finden. Die jeweilige Qualitätsstufe wird auf dem ENplus-Logo aufgeführt: Die Klasse A1 zeichnet Premiumpellets aus und kommt für den Verbraucher mit kleinen bis mittleren Anlagen in Frage. Durch ihren niedrigen Aschegehalt sorgt sie für einen reibungslosen Heizungsbetrieb. Etwas höher beim Aschegehalt liegen Pellets der Klasse A2, die vor allem für größere Anlagen vorgesehen sind.
Heizen mit Pellets: Musterländle Baden-Württemberg
Das Heizen mit Pellets wird in Baden-Württemberg immer beliebter: Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), beziffert die Anzahl der Anlagen im Südwesten Deutschlands auf mehr als 25.000 und damit auf knapp 20 Prozent der bundesweit betriebenen Pelletheizungen. Auch von den bundesweit rund 1,6 Millionen Tonnen produzierten Holzpresslingen (Prognose 2010) wird nach DEPI-Schätzungen mit 500.000 Tonnen knapp ein Drittel in Baden-Württemberg hergestellt. „Der Südwesten ist beim Thema erneuerbare Energien zur Wärmegewinnung und speziell bei Holzpellets ein Musterländle“, sagte Bentele bei der Überreichung der ersten ENplus-Zertifikate in Stuttgart.
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