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Zentrum für Ökonik und Ökosystemmanagement in Eberswalde eröffnet

Der Fachbereich für Wald und Umwelt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) und das englische Writtle College, Partner der Universität Essex, stellten am 8. Juni 2011 im Wilhelm-Pfeil-Auditorium auf dem Waldcampus ihr neues Kooperationsvorhaben vor: die Gründung des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement (Centre for Econics and Ecosystem Management).

Unter Ökonik verstehen die Gründer des Zentrums, Dr. Pierre L. Ibisch (Professor für Naturschutz) und Dr. Peter Hobson (Principal Lecturer in Conservation Management) systematische, wissenschaftlich untermauerte Ansätze, die zum Ziel haben, Prinzipien und Wesenseigenschaften von ökologischen Systemen auf die nachhaltige Entwicklung zu übertragen. Der Begriff wurde in Anlehnung an denjenigen der Bionik geprägt, welche biologische Prinzipien zur technischen Anwendung bringt. „Ökonik als neue Disziplin soll vor allem ein verbessertes Ökosystemmanagement und das Funktionieren sozioökonomischer Prozesse fördern“, sagt Prof. Pierre Ibisch. „Globalisierung und Umweltveränderungen machen es immer schwieriger, komplexe Systeme zu verstehen. Daher müssen wir viel systematischer lernen, wie eine nachhaltige Entwicklung gesichert werden kann“, so Mitgründer Dr. Peter Hobson.

Ökonische Grundsteine sind bereits in verschiedenen angewandten Disziplinen wie etwa der naturnahen Forstwirtschaft oder dem sogenannten adaptiven Naturschutzmanagement gelegt. Das Zentrum soll gemeinsame Forschungs- und Lehraktivitäten der beteiligten Arbeitsgruppen in Eberswalde und Writtle in Forschung und Lehre bündeln und befördern. Kurzfristig kommt es unter anderem zu einem gemeinsamen Webauftritt, gemeinsamen Publikationen und die Durchführung eines Workshops.

HNE

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