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Ernst Fisch

Ernst Fisch verstorben

Am 24. Februar verstarb Ernst Fisch nach längerer Krankheit im Alter von 88 Jahren. Als mittelständischer Familienbetrieb mit mehr als 200 Jahren Geschichte verbindet die Ernst Fisch GmbH & Co. KG Holzindustrie in Rüthen bei Warstein (NRW) traditionelle Werte mit moderner Technik und einer innovativen Führungskultur.

Die Richtschnur von Ernst Fisch als geschäftsführendem Gesellschafter des Familienunternehmens in 45 Jahren von 1953 bis 1998 war, den Erfolg als gemeinsame Leistung seines Teams zu sehen. Respekt und Vertrauen sowie der Stolz auf das, was gemeinsam erreicht worden ist, trugen seine Handschrift und sprachen für eine großartige Persönlichkeit des Verstorbenen.

Ernst Fisch lebte für den Holzeinkauf

Der Holzmarkt war Fischs Steckenpferd. Seine Leidenschaft war der Holzeinkauf. Seine Markteinschätzung traf zumeist den Nagel auf den Kopf und war oft verblüffend. Auch die persönliche Kundenpflege war ihm eine Herzensangelegenheit. So wundert es nicht, dass er nach der Übergabe des immer größer und umfangreicher gewordenen Unternehmens 1998 an seinen Sohn Ernst-Daniel den Rundholzeinkauf bis 2011 weiterhin tatkräftig unterstützte. Seine Verlässlichkeit im Umgang mit Konflikten, insbesondere in den Jahren größerer Windwurfkalamitäten, haben ihn zu einem angesehenen und geschätzten Partner der gesamten Forst- und Holzbranche werden lassen.

Diese Eigenschaften trugen sicherlich wesentlich dazu bei, dass er 1999 zum Vorstandsmitglied des Holzabsatzfonds (HAF, früher Forstabsatzfonds) berufen worden ist und dort an der Seite von Hermann Ilaender, dem damaligen Präsidenten der Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) als Vertreter der Forstwirtschaft, bis zu seiner Auflösung im Jahr 2010 die Belange der Holzwirtschaft vertreten hat. Nach der Wahl von Georg Schirmbeck zum DFWR-Präsident übernahm dieser am 1. Januar 2008 auch die Nachfolge von Hermann Ilaender im Vorstand des HAF. Trotz unglücklichen Ausgangs der Entwicklung des Holzabsatzfonds war es eine glückliche Fügung, dass sich bei der jeweiligen personellen Zusammensetzung des Vorstands beide Seiten einvernehmlich, erfolgreich und wirkungsvoll für eine effektive Holzabsatzförderung und somit für die Interessen und Forderungen der Forst- und Holzwirtschaft eingesetzt haben. Auch schon in damaliger Zeit voller Irrungen und Wirrungen ist die Forst- und Holzwirtschaft mit einer Stimme wahrgenommen worden.

In den Folgejahren nach 2010 war der ehrenamtliche Vorstand des HAF als „Holzabsatzfonds in Liquidation“ gefragt. Auch hier gab Ernst Fisch bis zu seiner Erkrankung noch viele wertvolle und zukunftsweisende Impulse.

Waldbesitzer aller Waldbesitzarten und Forstleute, die mit ihm zusammenarbeiten durften, werden ihn als einen angenehmen fairen Geschäftspartner sowie umfassend gebildeten Kaufmann in Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Georg Schirmbeck, Mark von Busse

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