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Ernst-August von der Wense

Ernst-August von der Wense 90 Jahre

Am 14. November 1928 in Celle geboren verbrachte Ernst-August von der Wense eine behütete und glückliche Kindheit in Wohlenrode und Eldingen. Die Zeit seines Aufwachsens war gänzlich vom ländlichen Leben in und mit der Natur geprägt.

Seinem schon früh ins Auge gefassten Berufsziel entsprechend absolvierte er von August 1947 bis April 1949 seine forstliche Lehrzeit im Forstamt Erdmannshausen. Unmittelbar daran anschließend folgte das Studium der Forstwissenschaften in Hann. Münden und Freiburg. Nach dem Referendariat in der Niedersächsischen Landesforstverwaltung zwischen 1954 und 1956 und einer kurzen Station beim Forstamt der Landwirtschaftskammer Hannover in Celle zur Waldzustandserhebung in den Privatwäldern im Ostteil des Landkreises Celle war von der Wense zwischen 1956 und 1960 wissenschaftlicher Assistent im von Prof. Dr. Walter Wittich geleiteten Institut für Bodenkunde in Hann. Münden. Nächster Standort von November 1960 bis März 1965 wurde dann Braunschweig, von wo er die Forsteinrichtung im damaligen Klosterforstamt Miele und in den Staatlichen Forstämtern Knesebeck und Fuhrberg, jeweils ca. 5.000 ha groß, federführend erstellte. Unter seiner Verantwortung fanden zudem auch noch Zwischenrevisionen in den ehemaligen Staatlichen Forstämtern Wienhausen und Fallersleben statt. Während dieser Zeit, im März 1962, wurde Ernst-August von der Wense zum Beamten auf Lebenszeit berufen und zum Forstmeister ernannt.

Von der Wense wird Forstamtsleiter

Nach der Einrichtungszeit wurde er im Februar 1965 als Revierassistent in das Staatliche Forstamt Rotenburg/Wümme versetzt, das zu der Zeit von Oberforstmeister Jürgen Freiherr von Maltzahn geleitet wurde, und wo er bis August 1967 blieb. Das Forstamt Rotenburg umfasste sieben Reviere mit einer großen waldbaulichen Vielfalt. Darüber hinaus gab es einen Maschinenhof mit mehreren Rücke- und Bodenbearbeitungsmaschinen sowie einen Weidenanzuchtbetrieb auf früheren Moorflächen. Ausgestattet mit diesen vielfältigen Erfahrungen, wurde von der Wense am 1. August 1967 die Leitung des Staatlichen Forstamtes Fuhrberg übertragen. 24 Jahre wirkte er hier, bis er am 31. August 1991 vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Von der Wenses Wirken im Deutschen Forstverein

Von 1968 bis 1972 engagierte sich von der Wense ehrenamtlich als Geschäftsführer des Nordwestdeutschen Forstvereins (NWDFV). In dieser Zeit hatte er die Jahrestagungen des Nordwestdeutschen Forstvereins in Osnabrück und Flensburg sowie die Jahrestagung des Deutschen Forstvereins, bei welcher der NWDFV die Gastgeberrolle spielte, federführend vorbereitet und organisiert. Bei all diesen Aktivitäten spielte Ernst-August von der Wenses offenes und freundliches Wesen im Umgang mit Menschen eine bestimmende Rolle, das in seinem Hause auch vielen Auszubildenden, Praktikanten, Studenten, Berufskollegen, Geschäftspartnern und Freunden zuteil wurde. Er zeichnete sich in all seinem Tun durch eine beispielhafte Geradlinigkeit, Authentizität, Konsequenz, Verlässlichkeit und eine bewundernswerte Weitsicht aus und behielt immer neben den täglichen Kleinigkeiten das Große und Ganze im Blick.

Nach der Pensionierung

Nach seiner Pensionierung Ende August 1991 zog Ernst-August von der Wense mit seiner Frau Ute von der Wense, geb. Böhmcker, nach Leezen bei Bad Segeberg in ein eigenes Haus, wo beide noch erfüllende 27 Jahre verbringen und noch viele schöne Reisen unternehmen konnten. Als Pensionär erfüllte ihn zudem noch das forstliche Wirken des etwa 600 ha großen Waldes der Lüneburger Ritterschaft in Junkernhof (1992/93 Forsteinrichtung und 1996 bis 1998 Beratung). Und dank der jährlichen und zur Tradition gewordenen Einladungen von FD Karl-Heinz Bremus, dem Nachfolger von Ernst-August von der Wense als Forstamtsleiter, zu ganztägigen Waldbereisungen bis noch vor wenigen Jahren blieb der regelmäßige Kontakt zum Forstamt Fuhrberg bestehen. Seine Frau Ute, mit der er nahezu 60 Jahre glücklich verheiratet war, ist am 2. September 2018 kurz vor der Diamantenen Hochzeit verstorben.

So bleibt den immer noch vielen Freunden, aber den spürbar weniger gewordenen Weggefährten der herzliche Wunsch für noch viel geschenkte Zeit mit seinem Sohn Axel dessen Frau Bettina sowie mit seinem großen Verwandten- und Freundeskreis.

Dr. Ingrid Beitzen-Heineke, Mark von Busse

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