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Erneut Wolf in der Lausitz überfahren

Erneut Wolf in der Lausitz überfahren

Am Abend des 16. Januar wurde ein Wolfsrüde in der Nähe von Senftenberg in der Oberlausitz bei einem Verkehrsunfall getötet. Es handelt sich um den Vater des sogenannten Milkeler Rudels, „Rolf“ genannt. Damit ist das Rudel faktisch aufgelöst. Menschen kamen bei dem Unfall nicht zu schaden.
Besonders schwer wiegt, dass erneut ein Elterntier zu Tode gekommen ist. Sollte kein neues Männchen die Vaterrolle übernehmen, wird dieses Rudel zerfallen. Eine ähnliche Situation besteht derzeit im ehemaligen Welzower Rudel, nachdem im vergangenen November auch hier der Vater überfahren wurde.

Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland wurden in sechs Jahren zwölf Tiere durch Verkehrsunfälle getötet. Damit ist in diesem Winter die Anzahl der deutschen Wolfsrudel von sieben auf fünf gefallen. Auch wenn eine Chance besteht, dass die Lücken durch noch ungebundene Männchen ersetzt werden, gibt es dafür keine Garantie. „Dieser hohe Blutzoll zeigt deutlich, wie weit der vom Aussterben bedrohte Wolf von einem gesicherten Bestand entfernt ist“, so NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.

NABU

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