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Erneuerbare Wärme

Erneuerbare Wärme

Zum 1. Juli wurde in Baden-Württemberg das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) novelliert. Das EWärmeG verpflichtet schon seit dem 1. Januar 2010 Eigentümer bestehender Wohngebäude, erneuerbare Energien einzusetzen, sobald sie ihre Heizungsanlage austauschen. Jetzt wurden die sogenannten Pflichtanteile von 10 auf 15 % erhöht. Gleichzeitig wurden die Regelungen auch auf Nichtwohngebäude ausgeweitet, abgesehen von Produktions- und Lagerhallen in Gewerbe- und Industriebetrieben.Die Anforderungen sind primär mit Solaranlagen, Hackschnitzel-, Pellets- und Scheitholzheizungen sowie mit Wärmepumpen zu erfüllen. Rapsöl- oder Biogas-Anlagen werden nur bei hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) berücksichtigt. Einzelraumfeuerungen, wie Schwedenöfen sind nur dann anerkannt, wenn sie mindestens 30 % der Wohnfläche überwiegend beheizen, oder über eine Wassertasche in die Zentralheizung entsprechend Wärme einspeisen.ErsatzmaßnahmenAngerechnet werden jedoch bauliche Maßnahmen, mit denen der Wärmebedarf gesenkt wird, also Dach-, Wand- oder Kellerdämmung. Ebenso zulässig ist der Anschluss an ein Wärmenetz, das die Mindestanforderungen von 15 % erneuerbarer Energie erfüllt. Neu aufgenommen wurde die Möglichkeit eine Photovoltaikanlage zu errichten. Auch die korrekte Aufstellung eines sog. „Sanierungsfahrplans“, in dem die einzelnen Schritte zur energetischen Optimierung des Gebäudes erfasst werden, gilt schon als Teilmaßnahme.Die Umsetzung muss gegenüber der unteren Baurechtsbehörde nachgewiesen werden.

UM BW/Red.

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