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Um das Sturmholz schneller abtransportieren zu können, haben einige Bundesländer das zulässige Gesamtgewicht auf 44 t erhöht

Drei Bundesländer erhöhen das Transportgewicht

Drei Bundesländer haben nach den Stürmen des vergangenen Jahres das zulässige Gesamtgewicht erhöht. Auf diese Weise soll das Sturmholz zügiger abgefahren werden. Die Initiativen dazugingen von der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) und dem Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH) aus.

Zuletzt hat Mecklenburg-Vorpommern am 13. Dezember 2017 Holztransporte mit 44 t statt 40 t zulässigem Gesamtgewicht erlaubt. Der entsprechende Erlass gilt ist beschränkt bis zum 30. Juni 2018. Voraussetzung ist ein formloser Antrag beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern. Diesem Antrag müssen Unterlagen über die technische Eignungsfähigkeit des Fahrzeugzuges beigefügt werden. Die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben besprochen, dass Holzspediteure  mit der in Mecklenburg-Vorpommern ausgestellten Erlaubnis auch Sturmholz aus Brandenburg ins nördliche Nachbarbundesland fahren dürfen.

Auch in Brandenburg kann das Transportgewicht auf 44 t erhöht werden. Die Ausnahmeregelung trat hier am 22. November in Kraft und ist ebenfalls bis zum 30. Juni 2018 befristet. Anträge können barbeiten das Landesamt für Bauen und Verkehr Brandenburg (LBV): Frau Flegel, Tel. 03342-42662400 oder derLandesbetrieb Straßenwesen (LS): Herr Gräßler, Tel. 03342/355437). Anschrift LBV und LS: Lindenallee 51, 15366 Hoppegarten.

In Bayern gilt die Tonnage-Erhöhung auf 44 t schon seit dem 5. September 2017. Dort hatte Sommersturm Paul im Raum Passau große Schäden hinterlassen.

Dauerhafte Erhöhung?

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) spricht sich seit Jahren dafür aus, das zulässige Gesamtgewicht dauerhaft von 40 auf 44 t zu erhöhen. Wie der Verband betont, hätte dies auch positive Folgen für das Klima. Bis zu einem Sechstel der jährlich im Holztransport benötigten Treibstoffmenge könne dann eingespart werden.

Beschwerden über beschädigte Straßen

Die Sturmholztransporte mit dem auf 44 t erhöhten Gesamtgewicht haben in den betroffenen Regionen aber auch negative Folgen. Zumindest in Niederbayern haben die Holzfuhrwerke die Straßen  stark in Mitleidenschaft gezogen. In einigen Gemeinden beschweren sich die Bürger massiv, teilweise müssten Straßen aus Gründen der Verkehrssicherheit eigentlich gesperrt werden. Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden fordern nun staatlich Unterstützung für die Sanierung.

 

Red.

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