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Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur in Mecklenburg-Vorpommern

Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur in Mecklenburg-Vorpommern

Minister Dr. Till Backhaus präsentierte auf der Landespressekonferenz am 11. November die Ergebnisse der 3. Bundeswaldinventur in Mecklenburg-Vorpommern. Die aktuelle Inventur mit Stichtag 2012 ist eine Wiederholungsinventur, nachdem die Ersterhebung im Jahr 2002 erfolgte. Die Datenaufnahme erfolgte über zwei Jahre an 5.618 Stichprobenpunkten. Insgesamt wurden bis zu 150 verschiedene Merkmale von Baumart über verschiedenste Baummerkmale bis hin zum Vorkommen von Totholz erfasst.
 
Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet und entwickeln sich naturnah
Die mit Waldbäumen bewachsene Fläche nimmt zu und ist um 5.300 ha auf 558.000 ha gewachsen. Dabei sind Laubbäume mit einem Zuwachs von 3 % auf dem Vormarsch. Das Durchschnittsalter der Wälder ist um 6 Jahre auf aktuell 72 Jahre weiter angestiegen. Die Wälder werden durch mehr Mischwälder und die Zunahme mehrschichtiger Bestände in ihrem Aufbau vielfältiger.
Laut Bericht ist die nachhaltige Holznutzung gewährleistet. Schließlich hat sich der durchschnittliche Holzvorrat pro Hektar auf 318 m³ erhöht und von jährlich 5,5 Mio. m³ Holzzuwachs werden nur 3,1 Mio. m³ genutzt.
Insgesamt ist der Waldnaturschutz auf einem sehr hohen Niveau. Immerhin findet auf 52.000 ha keine Nutzung statt. Davon sind 35.000 ha, das sind 6,6 % der Waldfläche, sogenannte Prozessschutzwälder, wie z.B. Nationalparke, in denen naturschutzfachlich begründet keine Nutzungen erlaubt sind. Damit wird das Ziel der Bundesregierung, 5 % der Waldfläche der natürlichen Entwicklung zu überlassen, deutlich übertroffen. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 8,6 % wird der Wald in Mecklenburg-Vorpommern auf 17,3 % der Fläche nicht oder nur extensiv genutzt. Dazu gehören auch Flächen, die schlecht zugänglich sind.
Käfer und Pilze finden auf 16,9 m³ Totholz pro Hektar einen Lebensraum, der sich weiter vergrößert hat.
„Insgesamt sind wir mit der Waldinventur zufrieden. Dennoch werden wir uns nicht zurücklehnen und weiter unser Ziel von multifunktionalen Wäldern verfolgen. Diese erfüllen nachhaltig ökologische, ökonomische und soziale Funktionen“, sagte Dr. Backhaus.
LU Mecklenburg-Vorpommern

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