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Ergebnisse der 18. Säge- und Wertholzsubmission von Sachsenforst

Ergebnisse der 18. Säge- und Wertholzsubmission von Sachsenforst

Sachsenforst, viele private und kommunale Waldbesitzer sowie Kirchengemeinden aus Sachsen, aber auch die tschechischen Staatsforsten haben bei der 18. Säge- und Wertholzsubmission in der Dresdner Heide ihre besten Holzstämme zum Kauf angeboten (18.1.2017). Beim organisatorisch zuständigen Sachsenforst zieht man ein positives Fazit.

Insgesamt kamen 887 wertvolle Einzelstämme „unter den Hammer“. Holz im Wert von über 393.000 € wechselte den Besitzer. Der Durchschnittspreis über alle Baumarten hinweg lag bei 348 €/Fm, das sind 4 €/Fm mehr als im Vorjahr.
„Massenware“ sieht man auf dem Submissionsplatz nicht – vielmehr finden Sägewerke, Handwerker, Möbel- und Musikinstrumentenbauer sowie Furnierhersteller hochwertige und seltene Holzstämme.
Mit einem Gesamterlös von 4.589 € (1.289 €/Fm) ist eine Stieleiche aus dem Staatswald im Territorium des Forstbezirkes Leipzig der wertvollste Stamm – sozusagen die Braut der Submission.
Verkaufsleiter Hendrik Scholz ist sichtlich zufrieden: „Wertholz wächst nicht über Nacht, sondern ist ein Ergebnis einer generationenübergreifenden und nachhaltigen Forstwirtschaft. Die Leistungen der Waldbesitzer und Förster wurden am heutigen Tag finanziell honoriert. Die Holzkäufer haben ausgezeichnete Holzstämme zu soliden Preisen erworben.“
Angebot und …
Knapp 1.162 Fm Säge- und Wertholz wurden seit Dezember 2016 auf der 1,5 km langen Holzverkaufsmeile in der Dresdner Heide nach Baumarten sortiert und aufgereiht. Davon stammten 579 Fm von 63 sächsischen Privatwaldbesitzern. 142 Fm wurden durch die Kommunen geliefert, 80 Fm stammen aus dem Kirchenwald.
Größter Einzellieferant insbesondere von hochwertigem Nadelholz ist der sächsische Staatswald mit 248 Fm. Die tschechischen Staatsforsten beteiligten sich mit 93 Einzelstämmen mit einem Gesamtvolumen von 112 Fm.
21 unterschiedliche Baumarten standen zum Verkauf. Wie bereits in den Vorjahren machten Stiel- und Traubeneichen mit einem Anteil von 45 % das Gros der Verkaufsmenge aus. Einen wesentlichen Anteil hatte auch hochwertiges Nadelholz, zum Beispiel von Lärche und Fichte.
… Nachfrage
Seit Ende Dezember 2016 hatten 30 interessierte Käufer ihre Gebote eingereicht, 28 davon erhielten am 18. Januar 2017 den Zuschlag für einen oder mehrere Stämme. Neben deutschen Furnier- und Sägewerken sowie Handwerksbetrieben beteiligte sich auch ein Käufer aus Polen.
Die Eiche ist mit rund 526 €/Fm in diesem Jahr (wie auch in den Vorjahren) die Hauptbaumart mit dem höchsten Durchschnittserlös. Eine Baumhasel als Exot der diesjährigen Submission erzielte mit 585 €/Fm einen Spitzenpreis. Auch Nadelholz und hier insbesondere die Lärche konnte zu hohen Durchschnittspreisen (217 €/Fm) verkauft werden.
Knapp 32 Fm (ca. 2,7 % der Gesamtverkaufsmenge) haben keinen Käufer gefunden. Diese geringe Menge wird in den nächsten Tagen durch den Sachsenforst – Forstbezirk Dresden verkauft.
Damit ist klar:
Die Wertholzsubmission von Sachsenforst hat sich bei Waldbesitzern und Käufern etabliert. Für Holz mit guter Qualität aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung werden weiterhin hohe Preise gezahlt. „Das ist kein Raubbau, sondern nachhaltige Forstwirtschaft“, so Scholz. „Wer als Waldbesitzer hochwertiges Holz zu guten Preisen vermarkten kann, sorgt auch dafür, dass neue Bäume gepflanzt und vielleicht in hundertfünfzig Jahren wieder als Wertholz verkauft werden können.“
Staatsbetrieb Sachsenforst

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