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Ergebnis der Wertholzsubmission Jesberg

Ergebnis der Wertholzsubmission Jesberg

Der Hessen-Forst-Betrieb Jesberg hat am 2. Februar 2016 seine 22. Wertholzsubmission durchgeführt. Es konnte ein Durchschnittserlös von 469,- €/Fm über alle Holzarten erzielt werden.

Angeboten wurden auf den Wertholzlagerplätzen „Pfefferhöhe“ und „Oberstes Holz“ insgesamt 1.839 Fm Qualitätsrundhölzer (Vorjahr 1.552 Fm).
Unter den 14 verschiedenen Baumarten dominierten die Eiche mit 68 % und die Esche mit 21 % Anteil an der Gesamtmenge. Das Holz kam aus dem Staatswald von 25 Forstämtern bzw. eigenständigen Forstbetrieben.
Die Organisatoren von Hessen-Forst versuchten erstmalig durch das zeitgleiche Angebot von Laub- und Nadelwertholz zweier verschiedener Submissionen auf dem Platz „Oberstes Holz“, die bisher räumlich getrennte Präsentation dieser Holzarten zu verknüpfen. Die Holzkäufer haben dieses breit gefächerte Angebot offenbar gut angenommen: Die Anzahl der Laubholzbieter stieg von 39 im Vorjahr auf 44 im Jahr 2016. Auffällig ist hier insbesondere ein gestiegenes Kundeninteresse aus dem Furnierbereich (12 Bieter). 26 Bieter stammen aus dem Bereich Sägewerk/Handel. Komplettiert wird die Kundenstruktur von drei Fassdauben-Herstellern und drei Interessenten aus dem Bereich Handwerk.
 
Die Submission erbrachte einen Gesamterlös von 856.000 € (2015: 653.000 €). Mit einem Erlös von 6.199 € war eine Eiche aus dem Reinhardswald der teuerste Stamm des Termins und damit die „Braut“ der Submission. Nur 0,5 % der Angebotsmenge blieb ohne Gebot.

Die Eiche kann inzwischen (insbesondere aufgrund ihrer hervorstechenden Mengendominanz) als das „Flaggschiff“ der Submission bezeichnet werden. Die 578,- € Durchschnittserlös bedeuten ein Allzeithoch in der Submissionshistorie und gleichzeitig einen seit fünf Jahren kontinuierlich ansteigenden Durchschnittserlös. Angesichts einer gleichbleibenden Angebotsqualität ist dies besonders bemerkenswert. Die Preissteigerung wurde insbesondere durch eine entsprechende Honorierung in den höherwertigen Qualitätssegmenten erzielt.

Eschenholz liegt nach wie vor im Trend. Das Preisniveau bewegt sich seit rund sieben Jahren auf gleichbleibend stabilem Niveau.

 
Bei den Holzarten Bergahorn und Kirsche bestätigte sich der rückläufige Markttrend. Trotz eines auf jeweils etwa 60 Fm reduzierten Mengenangebots gab das jeweilige Erlösniveau (noch einmal) deutlich nach. Der Nachfragehöhepunkt liegt bei beiden Holzarten bereits 8 bis 10 Jahre zurück. Die Anbieterseite reagierte seinerzeit auf die damalige hohe Nachfrage mit Mengenangeboten von etwa 800 Fm (Kirsche) bzw. 600 Fm (Bergahorn).

Reife Buche, die testweise mit 30 Fm angeboten wurde, ließ einen zuversichtlich stimmenden Trend erkennen.

 
Fazit
 
Insgesamt sind die Veranstalter der Wertholzsubmission Jesberg mit dem Ergebnis zufrieden und hoffen in der nächsten Saison auf ein ähnliches Interesse von Bietern und Lieferanten.
Hessen-Forst

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