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Erfolgreiche Laub- und Nadelwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein

Erfolgreiche Laub- und Nadelwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein

Am 21. Februar fand die Gebotseröffnung der Laub-und Nadelwertholzsubmissionen Schleswig-Holstein statt. Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden rund 3.600 Fm der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten. Diese Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten ausgerichtet. Auf dem Lagerplatz in Lanken bieten zeitgleich der Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und der Stadtwald Mölln sowie der Stadtwald Lübeck ihr Wertholz an.
Gegenüber dem Vorjahr wurde die gesamte Angebotsmenge um 26 % erhöht. Aufgrund der guten Nachfrage wurde insbesondere deutlich mehr Eiche (2.500 Fm gegenüber 2.000 Fm im Vorjahr) und Esche (765 Fm gegenüber 470 Fm) angeboten. Insgesamt haben sich 25 Bieter aus ganz Deutschland sowie aus Dänemark und Polen an der Submission beteiligt. Verkauft wurden 16 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirschen und Erlen, Douglasien und Lärchen. Insgesamt konnten rund 97 % der angebotenen Menge zugeschlagen werden.

Der Gesamtumsatz lag bei 1,265 Mio €. Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 360 €/Fm erzielt (Vorjahr 405 €/Fm).

Bei der Eiche gab der Durchschnittspreis gegenüber dem Vorjahr von 494 auf 432 €/Fm um etwa 12 % nach. Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los aus den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg mit 1.369 €/Fm. Der teuerste Stamm der Submissionen ist eine Eiche aus den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten mit insgesamt rd. 7000 € bei 5,6 Fm und einem Erlös von 1248 €/Fm. Die Anzahl der Gebote lag bei den Landesforsten für die Eiche bei 5,1 je Los gegenüber 6,7 im Vorjahr. Bei der Esche konnte trotz über 60 % gestiegener Angebotsmenge mit 192 €/Fm insgesamt ein stabiler Durchschnittspreis erzielt werden (Vorjahr 190 €/Fm). Die teuerste Esche erbrachte 309 €/Fm. Das höchste Gebot beim Bergahorn erzielte ein „Riegel“-Ahorn der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur mit 1.279 €/Fm. Das Angebot war beim Bergahorn der Marktentwicklung entsprechend vorsichtig mit 139 Fm. Die Nachfrage war auch erwartungsgemäß zurückhaltend. Im Durchschnitt erzielte der Ahorn 262 €/Fm (Vorjahr 342 €/Fm). Bei der Kirsche wurden mit 18 Fm auch nur geringe Mengen angeboten. Mehr als die Hälfte der Kirschen erhielt kein Gebot. Im Durchschitt erbrachte die Kirsche 275 €/Fm. Das Höchstgebot lag bei 452 €/Fm.

Bei den angebotenen Nadelhölzern Lärche und Douglasie konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden. Die Lärche erzielte im Durchschnitt 151 €/Fm (Vorjahr 188), die Douglasie 117 €/Fm (Vorjahr 252).

Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen zufrieden. Die Preise insbesondere für Eichen und Eschen haben gegenüber dem Vorjahr bei deutlich gestiegenen Angebotsmengen nur geringfügig nachgegeben bzw. sind stabil geblieben. Insgesamt erreichen die Preise wieder ein zufriedenstellendes Niveau. Es setzt sich bei den Submissionen in Schleswig-Holstein ein Trend fort, der sich in den letzten Wochen auch schon bei anderen Laubholzversteigerungen in Deutschland gezeigt hat. Die Marktentwicklung war in diesem Jahr vom Konjunkturaufschwung geprägt. Die Nachfrage nach wertvollem Eichen und besonders nach Eschen ist spürbar gewachsen.

Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)

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