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Erfolgreiche Initiative des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt

Erfolgreiche Initiative des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt

Die „Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt“ wurde am 27. Mai an die Umweltminister der Bundesländer und an Umweltbundesminister Dr. Röttgen am Rande der 76. Umweltministerkonferenz in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) übergeben.

Auf Antrag des Vorsitzenden des Waldbesitzerverbandes von Sachsen-Anhalt, Franz Prinz zu Salm-Salm, war von Landesumweltminister Dr. Aikens am 27. Mai dem Waldbesitzerverbandes von Sachsen-Anhalt ein Termin eingeräumt worden, um den Umweltministern der Länder und dem Bundesumweltmister die „Waldstrategie 2020 in  Sachsen-Anhalt“ erläutern zu können. Eine Reihe von Landesumweltministern um Bundesumweltminister Dr. Röttgen waren dieser Einladung gefolgt. Vom Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt nahmen Wilhelm von Carlowitz und Dr. Ehlert Natzke daran teil.

Wilhelm von Carlowitz erläuterte, dass die „Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt“ deshalb eine so große und beispielgebende Bedeutung habe, weil darin die Anforderungen an den Wald für Ökologie und Ökonomie miteinander abgewogen worden sind und somit ein Leitfaden für den Umgang mit dem Wald in Sachsen-Anhalt bis 2020 vorliegt. Er verwies darauf, dass der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Philipp Frhr. zu Guttenberg, in einer Erklärung die „Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt“ ausdrücklich den Umweltmistern als Beispiel empfiehlt.

Umweltminister Dr. Aeikens bedankte sich für diese Initiative und verwies auf die Bedeutung der Rede von Carlowitz.

Im Verlauf des Gespräches ergab sich eine Diskussion mit Bundesumweltminister Dr. Röttgen darüber, dass die Nutzungsfunktion des Waldes in Deutschland nicht unnötig eingeschränkt werden dürfe. Holz ist ein in seiner Bedeutung wachsender Rohstoff. Deutschland verfügt mit 3,4 Milliarden Kubikmeter über die höchsten Holzvorräte in Europa. Wird die mögliche nachhaltige Nutzung diese Holzvorräte in Deutschland unnötig eingeschränkt, erhöht sich zur Holzbeschaffung der Druck auf den Raubbau an der tropischen und anderen Urwäldern. Hier bemüht sich die internationale Staatengemeinschaft aber gerade darum, der jährlichen Waldvernichtung von 13 Mio. ha – das ist mehr als die Waldfläche Deutschlands – zu begegnen. Holznutzung in Deutschland ist deshalb nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern insbesondere internationaler Wald- und Umweltschutz.

Als Fazit der Diskussion erklärte Umweltminister Dr. Röttgen, dass er die erneute Abwägung dieser Probleme als notwendig erachtet.
Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt/Dr. E. Natzke

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