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Erfahrungsaustausch im Expertennetzwerk ROSEWOOD 4.0

Das Forstliche Bildungszentrum von Wald und Holz NRW (FBZ) leitet das Arbeitspaket zur Entwicklung digitaler Lehrstrategien und Trainingsprogramme für Waldbesitzende und forstliche Dienstleister. Gemeinsam mit den europäischen Partnern werden digitale Lernmedien produziert und in mehreren Sprachen veröffentlicht. Im Rahmen des EU-Projekts ROSEWOOD 4.0 zu digitalen Lösungen in der nachhaltigen Holzmobilisierung soll ein verbesserter Zugang zu Wissen im digitalen Zeitalter sichergestellt werden.

ROSEWOOD4.0 konzentriert sich auf die Digitalisierung und digitale Werkzeuge für den Wissenstransfer. Durch Schulung und Coaching, ist es Praktikern ermöglicht, ihr Know-how mit viel größerer Wirkung zu teilen. Hierzu wurden am FBZ mit dem französischen CNPF (Centre national de la propriété forestière – Nationales Zentrum für Waldbesitz) neue Aus- und Weiterbildungsformate für Waldbesitzende entwickelt. Speziell für den Waldbesitzende wurde ein Blended Learning Konzept unter Mitwirkung der technischen Universität München (TUM) konzipiert. Die Einbindung eines breiten Portfolios an digitalen Lehrmedien soll neue Wege in der Kompetenzvermittlung eröffnen und den Waldbesitzenden einen auf ihre Bedürfnisse angepassten Zugang zu Wissen aus der forstlichen Praxis vermitteln.

Tipps zur Wiederbewaldung

Eines der wichtigsten und brisantesten Weiterbildungsthemen aktuell ist in diesem Zusammenhang die Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen. Diese wurden mit dem stellvertretenden Direktor der Abteilung Nouvelle-Aquitaine des CNPF, Henri Husson, bei einem Vor-Ort-Termin im Arnsberger Wald diskutiert und weiterentwickelt. Das Regional Forest Property Center (CRPF) unterstützt Waldbauern bei der Bewirtschaftung ihres Waldes. Henri Husson zeigt sich begeistert von dem neuen Weiterbildungskonzept- „Auch wir in Frankreich werden diese Weiterbildung so durchführen.“

Hilfe zur Selbsthilfe

Die neue Weiterbildung für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer verbindet die Präsenzveranstaltung vor Ort im Wald mit digitalen Komponenten. Außerdem bietet sie den Waldbesitzenden zielgerichtete Information, Kommunikation, Instruktion und tutorielle Beratung zu folgenden Aspekten:

  • Klimaschutzleistung der Wälder in Europa
  • CO2-Bilanzen
  • Waldbauliche Ziele, Pflege- und Nutzungskonzepte
  • Fördermöglichkeiten – Finanzierungsmodelle aus Frankreich und Deutschland
  • Klimastabile heimische Baumarten
  • Integration klimastabiler, eingeführter fremdländischer Baumarten unter Berücksichtigung der ökologischen Verträglichkeit und Standortgerechtigkeit
  • Maßnahmen der Bestandesbegründung mit Qualitätssicherung und Kontrolle
  • Forstschutz
  • Varianten zu waldbaulichen Pflegemaßnahmen in Vorwaldstadien

Das FBZ im Zentrum für Wald und Holzwirtschaft erarbeitet zurzeit mit Expertenteams aus den Bereichen Waldbau und forstlicher Verfahrenstechnik neues Wissen aus der Forschung für die Praxis. Diese sollen aktuell und zielgruppengerecht für die Waldbesitzenden aufbereitet werden. Auf der zukünftigen Innovationsplattform des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft wird den Kunden eine Wissensdatenbank und Austauschplattform (LMS) zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Wald und Holz NRW

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