Holzernte

Aufstrebende Partner

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Im Juli-Heft der Forst&Technik konnten wir nur ein erstes Foto zeigen – jetzt gibt es weitergehende Informationen und technische Daten zur Sechsradmaschine Equus-175N 6 WDC des slowakischen Herstellers Sittrans. Fast noch spannender ist jedoch eine andere Information:

Die Firma Reil & Eichinger in Nittenau in der Oberpfalz übernimmt ab sofort den Generalvertrieb für Equus-Maschinen in Deutschland. Mit BMF-Rückewagen und seit Kurzem auch Tiger-Seilwinden ist das Unternehmen schon einige Zeit auf klarem Wachstumskurs, Jetzt können auch Rücketechnik-Kunden im Großmaschinenbereich bedient werden. Geschäftsführer Markus Eichinger war schon länger auf der Suche nach einem passenden Hersteller für Skidder und Forwarder. Bei den slowakischen Maschinen schätzt er neben den hochwertigen Komponenten vor allem die hohe Wartungsfreundlichkeit, für die keinerlei Sonderwerkzeug erforderlich ist. Daneben seien die technische Dokumentation und die Bedienungsanleitung absolut professionell gemacht. Für die Kunden sieht er neben den attraktiven Preisen vor allem kurze Lieferzeiten als Vorteil. Als Händler für Rücketechnik bietet die Fa. Reil & Eichinger umfangreiche Vorführ- und Testmöglichkeiten. Im überdachten und klimatisierten Testcenter, wo viele Rückewägen und Kräne mittlerweile ausprobiert werden können, wird natürlich zu wenig Platz für den ausgewachsenen Forwarder Equus-175N 6 WDC sein. Dafür gibt es rund um das Werksgelände aber den betriebseigenen Wald.

Moderne Displays halten Einzug im Equus // Foto: Sittrans

Sittrans produziert seit 2014 mit aktuell 42 Mitarbeitern die Equus-Forstspezialschlepper in der Slowakei. Der jüngste Coup der aufstrebenden Marke ist das Sechsradmodell. Für die Arbeit ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu den bekannten Skiddern natürlich der Rungenkorb, der mit einer Kapazität von 12,6 m³ bei 4-m-Holz und 15,8 m³ bei 5-m-Längen angegeben ist. Mit der Rungenverlängerung sollen sogar 16,8 bzw. 21,0 m³ Platz finden. Wahlweise gibt es noch eine Klemmbank mit 1,6 m² Querschnitt. Um 12 t Zuladung zu ermöglichen, werden Achsbogies von NAF mit 27 t statischer Tragkraft verbaut. Die Motorisierung wird dieselbe wie beim Vierradmodell: Der Cummins B45 bringt hier 129 kW und mit 780 Nm ein Drehmoment, das auch einem Sechszylinder noch gut zu Gesicht stehen würde. Der Zweigang-Hydrostat beschleunigt das Fahrzeug auf der Straße bis auf 36 km/h. Zur Spritersparnis und zur Vermeidung von Verspannungen lässt sich der Hinterachsantrieb abkoppeln. Markus Eichinger hofft, schon bald eine Vorführmaschine nach Deutschland holen zu können.

H. Höllerl