Holzernte

Neue Equus-Generation

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Die slowakische Firme Sittrans hat ihrem Forstspezialschlepper Equus umfangreich überarbeitet. Allen voran gab es ein neues Herz: Der Iveco-Diesel musste einem Cummins-B 45-Motor weichen, der mit der aktuellen Abgasstufe V zum einen 90 Nm mehr Drehmoment abliefert (jetzt 780 Nm) und dabei trotzdem noch kompakter baut. Den freiwerdenden Platz besetzt ein vergrößertes Kühlsystem, das auch bei Außentemperaturen von 50 °C immer noch genügend Kapazität haben soll.

Auch der Fahrer soll angenehme Temperaturen erleben, deswegen kommt in der neugestalteten Kabine eine Webasto-Klimaanlage zum Einsatz. Mehr Isolierung dämmt auch Geräusche besser weg. Die Scheiben sollen 20 % mehr Sonnenstrahlen reflektieren und auch schon für die kommende Kettenschussnorm gewappnet sein. Das ist relevant, weil es den Equus 175 N bei Sittrans auch mit Harvesterköpfen zu kaufen gibt. Für den freien Blick in die Baumkronen gibt es ein größeres Dachfenster in der Kabine. Dort haben außerdem moderne Digitaldisplays und ein elektrisch drehbarer Sitz Einzug gehalten. Nicht direkt sichtbar ist die überarbeitete Hydraulikanlage mit einer elektronischen Drehmomentbegrenzung, die ein Abwürgen des Motors wirkungsvoll verhindern soll. Die Achsen – vorher schon üppig dimensioniert – haben jetzt eine Tragfähigkeit von 17 t und der Seileinlauf im Heckschild lässt sich jetzt bis auf 150 cm anheben, wo vorher schon bei einem guten Meter Schluss war.

Moderne Displays halten Einzug im Equus // Foto: Sittrans

Die noch wesentlich größere Überraschung aus Banská Štiavnica ist jedoch die erste Sechsradmaschine Equus 175 N 6WDC. Ein paar Highlights sind schon bekannt: Um weiterhin die 40 km/h auf der Straße umsetzen zu können lässt sich hier der Hinterradantrieb abkoppeln. Der hintere Teil des Rungenkorbs hebt sich hydraulisch an, so dass hier sogar fast 1,8 m Seileinlaufhöhe erreicht werden können. Sonst war noch nicht viel an Information zu bekommen – wir werden im nächsten Heft weiter berichten.

H. Höllerl