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Entwicklungen in der Holzwerkstoffindustrie

Der Forest Products Annual Market Review 2017/2018 der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) weist auf einige bemerkenswerte Entwicklungen hin. Die Produktion von Holzwerkstoff-Platten nahm 2017 in Europa um 1,6 % auf 75 Mio. m³ zu. Dabei gab es keinen herausstechenden Treiber, sondern alle Sortimente wuchsen – außer HDF-Platten, die im Nassverfahren hergestellt werden. Faserdämmplatten legten 2017 im sechsten Jahr in Folge zu. Insbesondere Holzbauprodukte gewannen an Bedeutung.

Auf der Verbrauchsseite stachen MDF-Platten mit Rekordwerten in Europa heraus. Zwei Drittel der in Europa produzierten Spanplatten landeten zudem in der Möbelproduktion, wie aus dem Bericht hervorgeht. Der Verbrauch von Holzwerkstoffen in den osteuropäischen CIS-Staaten wuchs um bemerkenswerte 10,2 % auf 19,3 Mio. m³ an.

Bei einer weltweiten Betrachtung stellte die UNECE fest, dass 2017 erstmals OSB aus Russland in die USA exportiert wurde. Die Sperrholzproduktion der Russischen Föderation hatte hingegen mit Rohstoffknappheit zu kämpfen und nahm um 0,8 % auf 3,7 Mio. m³ ab. Außerdem informiert der Bericht über die enormen Einfuhrzölle für Laubsperrholz aus China in die USA, während der Bedarf an Holzwerkstoffen für den Baubereich bis Ende 2018 um 3,8 % wachsen dürfte (OSB: +4,4 % und Sperrholz: +2,3 %).

holzkurier.com

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