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Pelletkäufer sollten daher jedenfalls darauf achten, dass ihr Händler ENplus-zertifiziert ist und dass am Lieferschein als Bezeichung des Gutes auch "ENplus Pellets A1 (wahlweise auch A2)" steht.

ENplus – das Qualitätssiegel für Pellets am Wärmemarkt

Die Erfolgsgeschichte eines Qualitätssiegels: ENplus – Was als europäisches Qualitätssiegel angelegt war, hat sich mittlerweile als weltweiter Standard etabliert.

Im Jahr 2010 hat das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) in Abstimmung mit proPellets Austria das Qualitätssiegel ENplus entwickelt. 2011 haben 7 Länder die Zertifizierung begonnen, und nun ist es das bestimmende Qualitätssiegel für Pellets am europäischen Wärmemarkt. In 45 Ländern haben sich bereits 950 Unternehmen dem höchsten Qualitätsstandard verpflichtet.

Länder mit ENplus zertifizierten Produzenten 2011 bis 2018. Quelle: proPellets Austria

In Europa werden 2018 voraussichtlich 15 Mio. t Pellets für Wärme benötigt. 10 Mio. t davon, somit zwei Drittel der benötigten Menge, werden ENplus-zertifiziert sein. Der Hintergrund für diese Erfolgsgeschichte ist, dass ENplus von der Branche entwickelt wurde und den höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Alle zertifizierten Unternehmen müssen ein Qualitätsmanagementsystem in ihren Unternehmen implementieren, das permanente Eigenüberwachung, Dokumentation und Schulungen vorsieht, ergänzt durch externe Überwachung, sog. Audits und Laboranalysen der Pellets. Diese Qualitätskontrollen stellen sicher, dass alle Kundinnen und Kunden in ihren Pelletlagern einen hochwertigen Brennstoff vorfinden.

Produziertes Pelletvolumen in den Top-5-Ländern. Quelle: proPellets Austria

2011 hat die ENplus-Zertifizierung in 7 Ländern begonnen, mittlerweile sind 450 Pelletwerke und 400 Pellethändler in 45 Ländern nach ENplus zertifiziert. Was als europäisches Qualitätssiegel angelegt war, hat sich mittlerweile als weltweiter Standard etabliert. Von Chile und Kanada über Russland und den Balkan bis Vietnam und Indonesien produzieren heute die namhaftesten Pelletierer hochwertige ENplus-Ware.

ENplus in Österreich

Mit über 1 Mio. t ENplus-zertifizierter Pellets ist Österreich weltweit der zweitgößte ENplus-Pellet-Produzent, hinter Deutschland, aber noch vor Frankreich und Russland. In Österreich sind aktuell 20 Unternehmen mit 30 Produktionsstandorten ENplus zertifiziert.

ENplus-Zertifizierung in der Pellet-Produktion in Österreich 2011 bis 2018; blau: Anzahl zertifizierter Unternehmen (l.), rot: Menge produzierter zertifizierter Holzpellets (r.). Quelle: proPellets Austria

Die Produktion der ENplus zertifizierten Pellets steigt kontinuierlich an und wird bald 1,2 Mio. t pro Jahr erreichen. Pellets müssen auch beim Umschlag, beim Transport und beim Einblasen sorgsam und fachgerecht behandelt werden. Daher hat das Qualitätszeichen ENplus den Handel in die Zertifizierung mit einbezogen. Aktuell sind in Österreich 51 Pellethändler zertifiziert, die 2018 mit knapp 900.000 t zertifizierter Pellets handeln werden.

ENplus hat zwei Alleinstellungsmerkmale:

  • Das Zertifizierungssystem wird von der Branche getragen und laufend weiter entwickelt. Die Branchenakteure sind die Experten, die wissen, was Stand der Technik ist und welche Anforderungen die Kunden an einen modernen und nachhaltigen Brennstoff stellen. Und diese Experten verfügen auch über die erforderliche Lösungskompetenz.
  • ENplus umfasst die gesamte Lieferkette vom Rohstoff bis ins Endkundenlager. Nur dieses geschlossene System kann sicher stellen, dass bei den Kunden auch die Qualität ankommt, die Produzenten versprechen.

Pelletkäufer sollten daher darauf achten, dass ihr Händler ENplus-zertifiziert ist und dass am Lieferschein als Bezeichung des Gutes auch „ENplus Pellets A1“ (wahlweise auch A2) steht. Das individualisierte Qualitätszeichen des liefernden Unternehmens ist die Bestätigung für die Richtigkeit der Angaben.

Weitere Informationen auf der Internetseite von proPellets Austria

Red./Quelle: proPellets Austria

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