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Engere Zusammenarbeit in der Forstpolitik

Engere Zusammenarbeit in der Forstpolitik

Nach Ansicht der hessischen Europa-Staatssekretärin, Nicola Beer, und dem für Forsten zuständigen hessischen Staatssekretär, Mark Weinmeister, kommt den europäischen Wäldern im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle zu. „Unsere Wälder haben beim Kampf gegen den Klimawandel eine enorme Bedeutung. Sie binden das klimaschädliches Kohlenstoffdioxid und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um das Klima zu schützen“, sagten Weinmeister und Beer am Donnerstag in Brüssel. Dort diskutierten sie gemeinsam mit politischen Vertretern aus den Partnerregionen Aquitaine und Emilia-Romagna sowie weiteren europäischen Regionen und dem für Umwelt zuständigen EU-Kommissar Potocnik über eine künftige, engere Zusammenarbeit in der Forstpolitik zwischen der Europäischen Kommission und den Regionen in der hessischen Landesvertretung in Brüssel.
Weinmeister wies darauf hin, dass bis zu 20 Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit durch die Rodung und den Brand der Wälder verursacht würden. Der Schutz der Wälder sei deshalb dringlichste Aufgabe. „Es ist wichtig, dass wir hier alle an einem Strang ziehen“, so die beiden Staatssekretäre und betonten weiter: „Die Europäer gehen nicht nur bei der Reduzierung der CO2-Emissionen weltweit voran, sondern auch in der nachhaltigen, multifunktionalen Bewirtschaftung der Wälder. In den Mitgliedstaaten der EU kommt gerade den Regionen eine besondere Verantwortung für die Wälder zu. Hier wollen wir mit unseren Partnern und auch der Europäischen Kommission enger zusammenarbeiten, Informationen und Erfahrungen austauschen, von denen dann auch andere profitieren können.“
Die Europäische Kommission hatte im März 2010 ein Grünbuch zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel herausgegeben, zu dem die Partnerregionen Hessen, Aquitaine und Emilia-Romagna gemeinsam mit weiteren Regionen aus Frankreich, Spanien und Italien eine detaillierte Stellungnahme abgegeben hatten. Hessen wird innerhalb dieses europäischen Netzwerkes weiterarbeiten und neue Projekte anstoßen.
EU-Kommissar Potocnik hatte die Initiative der Regionen sehr begrüßt und seine Unterstützung zugesagt. Insbesondere wies Potocnik auch auf die kommenden Initiativen der Kommission hin, wie die Post 2010 Strategie zur Biodiversität und die Revision des EU-Forstaktionsplans.  Dass die Bedeutung der Wälder auch international anerkannt werde, zeige laut Weinmeister und Beer die Tatsache, dass die Vereinten Nationen das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder ausgerufen haben. Hessen wird hier im kommenden Jahr in einer Reihe von Veranstaltungen auf die Funktion der Wälder sowie die Bedeutung einer nachhaltigen Bewirtschaftung hinweisen und sich für den Schutz der Wälder einsetzen.
 
HMUELV

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