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Energieversorgung Offenbach setzt auf Holzpellets

Energieversorgung Offenbach setzt auf Holzpellets

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hat am 5. Mai 2011 eines der größten Pelletwerke Deutschlands offiziell in Betrieb genommen. Zu den mehr als 150 Gästen auf dem Werksgelände zählten Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aus Berlin, der hessische Sozialminister Stefan Grüttner, Dr. Georg Müller, Vorsitzender des EVO-Aufsichtsrats und der MVV Energie AG, sowie Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider.

Nach Darstellung des Vorstandsvorsitzenden der EVO, Michael Homann, will die EVO in den nächsten Jahren mit Holz und Wind wachsen und unabhängiger werden von den großen Energiekonzernen und den Preisen auf den Weltmärkten für Erdöl und Erdgas. Bis 2020 will die MVV-Energie-Gruppe, zu der die EVO gehört, rund 1,5 Mrd. € in erneuerbare Energien, in energieeffiziente Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung und in die energetische Nutzung von Abfall investieren. Die gleiche Summe soll in die Netze und in bestehende Anlagen fließen. 

In dem neuen Pelletwerk sollen jährlich etwa 65000 t Pellets produziert werden. Bei Bedarf kann die Kapazität verdoppelt werden. Mit der Anlage lassen sich je nach Bedarf DINplus-Pellets oder Industriepellets produzieren.

Zudem hat die EVO in unmittelbarer Nachbarschaft ein Biomasse-Heizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 4 MW gebaut. In der Anlage werden Strom und Wärme aus mehr als 12000 t Holzhackschnitzeln pro Jahr erzeugt. Während der Strom ins lokale Netz der EVO eingespeist wird, werden mit der Wärme die Holzpellets getrocknet. Zudem soll mit den Pellets bis zu 30 % der Steinkohle im Heizkraftwerk der EVO ersetzt werden.

Rund um das Thema Holzpellets hat die EVO eine regionale Wertschöpfungskette aufgebaut: Im Kreis Gießen hat das Unternehmen einen eigenen Energiewald angepflanzt, der Mitte März 2011 zum ersten Mal geerntet werden konnte. Dieses Holz wird zur Produktion von Pellets genutzt. Die Anbaufläche soll künftig deutlich ausgeweitet werden. Darüber hinaus hat der Versorger Verträge mit zahlreichen Kommunen und Landkreisen in der Region geschlossen um Resthölzer und Landschaftspflegematerial für die Pelletproduktion zu beschaffen. 

EVO

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