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Energieholz im Zielkonfl ikt zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz

Quelle: Forstarchiv 85; 3, 102-106 (2014)
Autor(en): SCHUMANN C, PYTTEL P, ROTHE A

Im Jahr 2011 entfi el mehr als ein Drittel der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland auf Energieholz (Spellmann 2013). Die steigenden Preise für fossile Energieträger sowie die sich kontinuierlich verbessernde Ernte- und Verarbeitungstechnik machen die energetische Nutzung forstlicher Biomasse immer interessanter. Gemäß dem Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien der Bundesregierung soll die Nutzung der Bioenergie weiter ausgebaut werden (BMU 2010). Obschon nach Auff assung von Experten die Verfügbarkeit an Biomasse aus dem Wald nicht mehr beliebig gesteigert werden kann (Neumann 2012), nimmt der Nutzungsdruck auf die Wälder weiter zu (Kölling und Borchert 2013). Das Deutsche Biomasse Forschungszentrum prognostiziert aufgrund des steigenden Bedarfs nach Holz, auch bedingt durch die Energiewende, bereits für das Jahr 2020 eine Holzversorgungslücke von 20 – 30 Mio. m3 (Th rän et al. 2009). Die Prognosen zur Waldholznutzung verursachen bei forstlichen Akteuren und Waldnutzern die Befürchtung, dass die verschiedensten Waldfunktionen beeinträchtigt werden oder gar gänzlich verloren gehen. Im vorliegenden Beitrag werden die durch die zunehmende Energieholznutzung verstärkten Interessenkonfl ikte im Th emenbereich Waldbiodiversität umrissen und mögliche waldbauliche Konfl iktlösungsstrategien aufgezeigt.


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