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Emissionshandelssystem praktisch gescheitert

Emissionshandelssystem praktisch gescheitert

900 Millionen CO2-Zertifikate sollten aus dem Markt genommen werden, um dem Preisverfall derselben entgegenzuwirken. Darüber stimmten am 16.4.2013 die EU-Parlamentarier ab und lehnten das Vorhaben ab.
 
Dr. Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes, erklärt: Mit dem Abstimmungsergebnis im EU-Parlament wird klar, dass das Emissionshandelssystem praktisch gescheitert ist. Klimaschutz muss auf die Ebene der Nationalstaaten verlagert werden. Wie es funktionieren kann, zeigt uns Schweden. Seit Einführung der CO2-Steuer Mitte der 1990er Jahre ist es gelungen, die CO2-Emissionen bei steigendem Wirtschaftswachstum zu senken. Der Anteil von erneuerbaren Energien am Gesamtenergiesystem liegt bei 50 %.

Die EU-Kommission plante das Emissionshandelssystem zu reparieren, denn die Zertifikate kosten nur mehr wenige Euro. Als Folge rentieren sich klimaschonende Investitionen in Europa kaum, und besonders klimaschädliche Kohlekraftwerke erleben eine Renaissance. Der Preisverfall ist hauptsächlich auf die großzügig verteilten Gratis-Zertifikate an die Industrie und auf das niedrige Wirtschaftswachstum zurückzuführen.

Österreichischer Biomasse-Verband

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