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Einspruch gegen Ausschreibung

Ein bayerisches Forstunternehmen hat am 18. Mai 2017 mit Unterstützung des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) Einspruch gegen eine Ausschreibung bei ForstBW eingereicht. Der Geschäftsbereich Zentrale Holzbereitstellung (ZHB) am Regierungspräsidium Tübingen hatte über eine Laufzeit von Juli 2017 bis Juni 2019 Holzernte- und Rückearbeiten mit insgesamt 354 000 Fm ausgeschrieben. Das Gesamtvolumen war auf zehn Regionen und 31 Lose mit jeweils 1 500 bis 38 000 Fm je Kalenderjahr aufgeteilt. Es war nach Auskunft des VdAW eine der größten Ausschreibungen des ZHB überhaupt.

Der Einspruch bemängelt, dass die Leistungsbeschreibung viel zu weit gefasst sei. Sie lasse keine Rückschlüsse auf die Hiebsflächen zu und mache Nachträge unmöglich, weil alle denkbaren Arbeiten und Sonderausstattungen im Angebot abgedeckt werden müssten. Ein weiterer Vorwurf: das Zuschlagssystem decke nur 50 % des tatsächlichen Mehraufwandes ab. ForstBW wälze auf diese Weise unkalkulierbare Risiken auf die Unternehmerschaft ab.

Der Einspruch steht im Zusammenhang mit der Umsetzung des KWF-Merkblattes zur Auftragsvergabe. Der VdAW entwickelt zurzeit ein Arbeitspapier, in dem er unter anderem fordert, dass die Leistungsverzeichnisse alle kostenrelevanten Informationen enthalten müssen. Darüber hinaus sollen die Verträge vorsehen, dass zuätzliche Leistungen extra zu vergüten sind.

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