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Wolfsmanagement: Fünf-Punkte-Plan für Deutschland

Eine Änderung im Bundesnaturschutzgesetz soll die Voraussetzung für einen bundesweit einheitlichen Umgang mit „Problemwölfen“ schaffen. Darauf haben sich Vertreter von Bund und Ländern verständigt.

Um in Deutschland Rechtssicherheit bei der Entnahme von Wölfen zu schaffen will der Bund eine Vollzugs-Verordnung vorlegen, wie das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt in seiner Online-Ausgabe berichtet. Darauf habe sich Bundeslandwirtschaftsministerministerin Julia Klöckner mit ihren Länderkollegen Thomas Schmidt (Sachsen) und Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) verständigt.

An Einzelmaßnahmen wurde Folgendes bekannt:

  • In Anlehnung an eine Formulierung der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sollen künftig auch Individuuen geschützter Arten entnommen werden dürfen, wenn diese „ernstere Schäden verursachen.
  • Der Erhaltungszustand des Wolfes soll regelmäßig überprüft werden, wozu auch die Ergebnisse des Monitorings im Nachbarland Polen herangezogen werden. Die Einführung eines gemeinsamen Wolfsmonitorings in Deutschland und Polen soll geprüft werden.
  • Die wissenschaftliche Grundlage zur Definition des „günstigen Erhaltungszustandes“ kommt auf den Prüfstand.
  • Präventionsmaßnehmen für Weidetierhalter sollen zu 100 % gefördert werden. Notwendig dafür sei eine Änderung der Ausnahmeregelung im Bundesnaturschutzgesetz für besonders geschützte Arten. Diese sei die Voraussetzung dafür, um einen bundesweit einheitlichen Umgang mit „Problemwölfen“ zu erreichen.
Red. Pirsch

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