Waldbau

Die Streifenfräse von Impex Forstmaschinen

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Gassengebundene Arbeitsverfahren zur streifen- oder plätzeweisen Bodenvorbereitung der Waldverjüngung scheinen sich immer mehr zu verbreiten. Hier stellen wir eine Streifenfräse von Impex Forstmaschinen vor.

Der Königstiger T25 arbeitet in einem zerrupften Kiefernwald bei Doberschütz. Stürme, Dürre und Borkenkäfer haben den Bestand so aufgelichtet, dass er schon vorzeitig verjüngt werden muss. Der Leiter des sächsischen Staatswaldreviers Schöneiche will Eichen und auch Buchen pflanzen. Jährlich stehen bei ihm rund 100 ha zur Verjüngung an, auf denen allerdings nicht selten das Wald-Reitgras wuchert und Kronenholz aus der Schadholzernte die Pflanzarbeiten noch zusätzlich behindert.

Bisher hat auf solchen Flächen ein Schlepper mit dem Räumrechen Platz geschaffen und dann mit dem Waldpflug Pflanzstreifen angelegt. Aber das ist nicht mehr erwünscht, weil der Staatsbetrieb Sachsenforst in die FSC-Zertifizierung eingestiegen ist. Eine flächige Befahrung ist bei diesem System ein Tabu, und die Rückegassenabstände steigen auf 40 m an. Vom FSC-Modellprojekt ist der Forstbezirk Taura zwar gar nicht betroffen, aber in den Köpfen spielt das Thema eben schon mit.

Impex Königstiger T25

Das ist auch der Grund, warum der Königstiger T25 Moor hier arbeitet. Die Förster suchen nach Methoden, mit denen sie die Pflanzarbeiten auch ohne Waldpflug und Räumung vorbereiten können. Er gehört dem Forstunternehmen Lightfoot Harvesting GmbH, das die Maschine mit den 1,00 m breiten Raupenbändern eigentlich für die Holzernte auf Nassstandorten Maschinen einsetzt.

Reichweite mit Streifenfräse 17 m

Mt seinem 15 m langen Kran bietet sich der Königstiger aber auch für für die Anlage von Frässtreifen von der Rückegasse aus an. Der Hersteller der Maschine, die Firma Impex Forstmaschinen, hat dafür ein Anbaugerät entwickelt. Es besteht aus einer 1,50 m langen Kranverlängerung, an deren Ende ein Tiltzylinder und zwei hydraulisch angetriebene Fräsräder mit 35 cm Durchmesser und 32 gehärteten Meißelwerkzeugen sitzen. Gerade ausgestreckt kommt der Harvester mit der Fräse auf eine Reichweite von 17 m und kann bei Gassenabständen bis 35 m die gesamte Zwischenfläche bearbeiten.

Prototyp seit 2021

Lightfoot Harvesting hat seit 2021 mit der Streifenfräse rund 50 ha abgearbeitet und sie dabei in ebenen Beständen, am Hang, im Moor und bei starken Bewuchs getestet. Rund 1,2 ha schafft die Maschine pro Tag, so die ersten Erfahrungswerte. Die Fräsgassen lassen sich in beliebigem Abstand und in beliebiger Länge anlegen, auch eine rein plätzeweise Bodenbearbeitung ist möglich.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 4/2022 oder in unserer digitalen Ausgabe.

Oliver Gabriel