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Die KWF-Forstmaschinenstatistik 2012 zeigt ein durchwachsenes Bild  deutliche Einbrüche in Deutschland

Weniger Forstmaschinen in 2012 verkauft

In Deutschland wurden 2012 deutlicher weniger (-17%) Großmaschinen für den professionellen forstlichen Einsatz verkauft als im Vorjahr. Der Markt hat sich damit auf das Niveau von 2010 zurück entwickelt. In Österreich ist eine leicht positive Entwicklung zu erkennen. Die Verkaufszahlen stiegen um vier Prozent. In der Schweiz liegt die verkaufte Gesamtstückzahl exakt auf dem Niveau von 2011. Die jährlich zentral vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) erhobene KWF-Forstmaschinenstatistik zeigt somit durchwachsene Zahlen für 2012.

Bereits zum elften Mal informiert das KWF über die Neumaschinen-Verkaufszahlen für die Maschinengruppen Harvester, Forwarder (Kurzholz) und Seil-/Kranrückeschlepper (Langholz) in Deutschland. Danach wurden im Jahr 2012 in Deutschland insgesamt 324 neue Forstschlepper und 120 Vollernter (Harvester) für den professionellen Forsteinsatz verkauft. Für den deutlichen Einbruch war der stockende Absatz von Kurzholzmaschinen ausschlaggebend. Im Berichtsjahr wurden 127 neue Forwarder verkauft. Das ist ein Rückgang um 25 %. Der Verkauf von Harvestern ging um 20 % (auf 120 Maschinen) zurück. Bei den Kombischleppern (Lang- und Kurzholz) war ein sieben prozentiger Anstieg (44 Maschinen in 2012) zu verzeichnen. Der Absatz von Langholz-Schleppern liegt (mit 153 verkauften Einheiten) 9 % unter dem Vorjahresniveau.

Für Österreich und die Schweiz wurden die Zahlen vom KWF zum vierten Mal erhoben. In Österreich sind 2012 insgesamt 31 neue Forstschlepper (26 Forwarder, fünf Langholzschlepper) und 24 neue Harvester für den professionellen Forsteinsatz verkauft worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine leichte Steigerung der Gesamtstückzahl um rund 4 %. Für diesen Zuwachs sind die höheren Verkaufszahlen von Vollerntern ausschlaggebend gewesen. Der Absatz im Bereich der Schlepper ist leicht rückläufig. Nur noch zehn Prozent der in Österreich verkauften Maschinen entfielen 2012 auf den Langholzbereich.
 
In der Schweiz wurden insgesamt 43 neue Forstschlepper (13 Forwarder, sieben Kombischlepper, 23 Langholzschlepper) und zehn neue Harvester abgesetzt. Das ist exakt die gleiche Gesamtstückzahl wie 2011. Der Verkauf von Seil-/Kranrückeschlepper hat zu Gunsten der kurzholztauglichen Forwarder und Kombischlepper nachgelassen.

Nach wie vor hoch ist der Anteil an verkauften Modellen mit KWF-Prüfung. 70 % der abgesetzten Forwarder und neu angeschafften Harvester führen das Prüfzeichen des KWF.

Hintergrund

Die Abfrage der Zahlen zum Erstellen der Forstmaschinenstatistik erfolgt jährlich und zentral durch das KWF. Die Daten werden streng vertraulich behandelt. Es handelt sich um eine Vollerhebung bei allen Herstellern und Importeuren. Sie werden ggf. durch qualifizierte Schätzungen ergänzt. Neuwertige Gebrauchtmaschinen und Maschinen, die nur vorübergehend zu Vorführzwecken einem Kunden überlassen wurden, gelten nicht als verkaufte Neumaschinen. Sie werden nicht gezählt! Die Maschinenstatistik bietet somit den einzigen detaillierten und kompletten Überblick über die Situation und auch die Stimmung der gesamten Branche.

KWF
KWF-Forstmaschinenstatistik 2012: Entwicklung der Verkaufszahlen in Deutschland. Foto: KWF Die KWF-Forstmaschinenstatistik 2012 zeigt ein durchwachsenes Bild  deutliche Einbrüche in Deutschland stabile Zahlen in der Schweiz und einen leichten Anstieg in Österreich. Foto: M. Steinfath

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