Holztransport

Ein neues Gesicht

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Der türkisch-amerikanische Hersteller Ford Otosan möchte mit seinen neuen Euro-6-Fahrzeugen auch in Westeuropa Fuß fassen.

Der futuristisch anmutende „Cargo“ aus dem Hause Ford Otosan markiert den Beginn einer Europa-Offensive des türkisch-amerikanische Herstellers. Mit runderneuerten Fahrzeugen und einem modernen Euro-6-Antriebsstrang will man im europäischen Lkw-Markt punkten. Zunächst gehen die Ford-Manager die Balkanstaaten an. In der zweiten Phase sollen Polen, Tschechien und die Slowakei beackert werden. In Westeuropa sind die Ansprüche der Kunden allerdings am höchsten.

Der Ford Ecotorq-Sechszylinder wurde von Grund auf neu entwickelt. Aus 12,6 Liter Hubraum schöpft er mittels variabler Turbogeometrie, Common-Rail-Hochdruckeinspritzung und Vierventiltechnik mit oben liegenden Nockenwellen kombiniert mit einer EGR/SCR-Abgasnachbehandlung für Euro 6 entweder 420 PS respektive 2.150 Newtonmeter oder sogar 480 PS bei 2.500 Newtonmeter maximalem Drehmoment schon ab 1000 Touren. Eine smarte Steuerung von Lüfter, Lichtmaschine und Luftpresser sollen die Wirtschaftlichkeit des Triebwerks unterstützen, die zwölf Gänge im ZF-Traxon-Getriebe werden automatisiert eingelegt.

Die Kollegen von Eurotransport bemängelten bei der ersten Testfahrt allerdings die Enge der Kabine, die aus ihrer Sicht den modernen Standard für den Fernverkehr nicht mehr erfüllt. Das Fahrerhaus ist gerade einmal 2,3 m breit und besitzt auch noch einen ausgeprägten Motortunnel. Das sind Faktoren, die im Holztransport allerdings nicht so die große Rolle spielen. Wenn es vernünftige Geländefeatures gibt und der Preis attraktiv ist, könnten wir vielleicht bald den einen oder anderen Ford im Wald antreffen?

Ford/Höllerl