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Durch Gesetz mehr Geld und Personal für Thüringenforst

Ein neuer Gesetzesentwurf wurde am 19. Juni in den Landtag eingebracht. Durch das Gesetz soll die Landesforstanstalt gestärkt werden . Durch mehr Geld und durch Beendigung des Personalabbaus soll der Landesforst gestärkt in die Bekämpfung der Waldkrise gehen.

In der Landtagssitzung vom 19. Juni wurde der Entwurf für das 3. Gesetz zur Änderung des Thüringer Gesetzes über die Errichtung der Anstalt öffentlichen Rechts „ThüringenForst“ mit Stimmen der Regierungskoalition und der CDU in den Landtag eingebracht. Anschließend wurde alles in den Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten überwiesen.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit der geplanten Gesetzesänderung gemeinsam die Weichen stellen, um die Landesforstanstalt zu stärken. Das wird allen Waldeigentumsarten zugutekommen, denn die Landesforstanstalt ist unser Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um den Wald und insbesondere auch den Waldumbau“, so Forstminister Benjamin-Immanuel Hoff. „Mit der Änderung des Gesetzes werden wir die Finanzierung der Landesforstanstalt erhöhen und beenden den Personalabbau. Für die anstehenden Aufgaben im Wald brauchen wir eine leistungsfähige ThüringenForst-AöR.“

Zwei grundsätzliche Ziele

Der Entwurf für die Gesetzesänderung verfolgt zwei grundsätzliche Ziele. Die Landesforstanstalt soll langfristig in die Lage versetzt werden, ihre Aufgabe der Forsthoheit und Daseinsvorsorge für die Menschen in Thüringen leistungsstark zu erbringen. Dazu gehören unter anderem die Beratung und Betreuung des Nichtstaatswaldes, die forstliche Förderung, die Waldpädagogik und Umweltbildung. Weiterhin davon betroffen sind Naturschutzaufgaben im Wald sowie die forstliche Ausbildung.

Zum anderen soll die Landesforstanstalt über die Kapazität verfügen, parallel zu den laufenden Aufgaben den Waldumbau für den Gesamtwald konzeptionell anzugehen und ihn auf den eigenen Flächen umzusetzen. Die privaten und körperschaftlichen Waldbesitzenden sind dabei fachlich zu unterstützen und finanziell zu fördern. Hierfür ist eine zweckgebundene Zuführung von jährlich 11 Mio. € über 15 Jahre vorgesehen.

Zukunftfähigen Wald unterstützen

„Mit der geplanten Gesetzesänderung stärken wir die Landesforstanstalt als Kompetenzzentrum für einen zukunftsfähigen Wald und bei ihrer bedeutenden Aufgabe, die privaten und kommunalen Waldbesitzenden bei der Schadensbewältigung und beim Waldumbau zu unterstützen“, so Hoff.

Die Landesforstanstalt nimmt als untere Forstbehörde eine zentrale Funktion bei der Umsetzung des „Aktionsplans Wald 2030ff“ ein. Durch eine flächendeckende Organisation und ein enges Netzwerk ist die ThüringenForst AöR die wichtigste Kooperationspartnerin für Waldbesitzende. Für die erfolgreiche Umsetzung des „Aktionsplan Wald 2030ff“ forscht sie zudem praxisbezogen zur Anpassung der Thüringer Wälder an den Klimawandel und entwickelt ökologisch und ökonomisch nachhaltige Baumartenempfehlungen für klimastabile Wälder.

Mehr Geld für nachhaltige Forstwirtschaft

Der Minister begrüßte zudem die Ankündigung des Bundes, im Zusammenhang mit dem Corona-Konjunkturprogramm jeweils 500 Mio. € in den Jahren 2020 und 2021 für eine nachhaltige Forstwirtschaft bereitzustellen. Bisher ist jedoch noch nicht geklärt, nach welchen Kriterien die Mittel aus dem Bundesprogramm verfügbar gemacht werden sollen. Die Landesregierung werde sich in dem Entscheidungsprozess dafür stark machen, dass die Mittel insbesondere den geschädigten Forstbetrieben rasch und unbürokratisch zufließen werden, so Hoff.

 

Lesen Sie hierzu die mehr über die Fortschritte im Aktionsplan Wald 2030ff 

Quelle: MIL Thüringen

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