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Eine Computergrafik der Konzeptmaschine von Cintoc

Ein neuer Bündler

Vor zehn Jahren waren die Energieholzbündler von John Deere oder Fixteri noch ein diskutiertes Thema. Durchgesetzt hat sich diese Maschinentechnik aber nicht. Jetzt versucht es die Firma Cintoc aus Schweden zusammen mit den Firmen Compia und Sampo Rosenlew mit einem interessanten Konzept erneut.

Projekt EcoBioMass

Wie uns das Unternehmen mitteilte, handelt es sich um einen Energieholzharvester mit Bündlermagazin. Cintoc hat ihn im Zuge eines EU-Projektes zusammen mit Compia Storuman Industri, Sampo-Rosenlew und der schwedischen Universität SLU entwickelt. Bei Sampo Rosenlew entstehen gerade zwei Vorserienmaschinen. Eine von ihnen sollte ursprünglich im Juni auf der schwedischen Forstmesse SkogsNolia vorgeführt werden. Lieferengpässe der Komponentenhersteller haben aber dafür gesorgt, dass sich die Präsentation auf Ende dieses Jahres verschoben hat.

Basismaschine Sampo FR68

Basismaschine ist der Forwarder Sampo FR 68, den Sampo Rosenlew letztes Jahr auf der FinnMetko als Prototyp gezeigt hat. Anstelle der normalen Forwarder-Ausrüstung aus Ladekran und Rungenkorb finden sich beim Energieholzharvester folgende Elemente:

  • der Harvesterkran Logmer 200HT, den der finnische Hersteller in Teleskopbauweise für diese Maschine entwickelt hat. Er trägt das Harvesteraggregat LogMax 3000 oder 4000 mit Sammleraufsatz.
  • ein abgewandelter Forwarderkran Cranab FC8.
  • ein neu entwickeltes Bündleraggregat, das der Projektpartner Compia zuliefert.

Arbeitsweise

Wie Lars Gyllenstedt von Cintoc erklärt, arbeitet die Maschine in Erstdurchforstungsbeständen. Der Fahrer erntet und entastet mit Harvesterkran und Sammleraggregat Bäume mit 0,027 bis 0,055 m³ Stamminhalt bzw. 7,5 bis 15 cm Brusthöhendurchmesser; die Maschine kommt aber auch mit Volumina bis 0,1 m³ klar.

Ist die Sammelzange des Aggregates voll, verharrt der Teleskopkran in einer Übergabeposition, und der zweite Kran übernimmt die Hölzer. Er kappt sie auf 5,50 m Länge und führt sie in das Bündlermagazin ein, wo sie in einem rotierenden Prozess mit Sisalschnur gebündelt und ausgeworfen werden.

Das Besondere dabei: Die Arbeitsschritte von der Übernahme des Harvesterbündels bis zum Auswurf der Energieholzbündel inklusive der Erfassung ihrer GPS-Position laufen automatisiert ab. Der Fahrer kann sich daher nach der Übergabe gleich wieder auf die Erntearbeit konzentrieren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Forst & Technik 6/2019.

Oliver Gabriel

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