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Eichenwertholzsubmission Iphofen

Eichenwertholzsubmission Iphofen

Am 18.3.2014 wurden die Gebote der diesjährigen Eichenwertholzsubmission im Iphöfer Büro der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kitzingen geöffnet.
Die „Braut des Waldes“
Der Stamm mit dem höchsten Erlös liegt auf dem Schönstheimer Wertholzplatz der FBG Neustadt/Aisch-Uffenheim und stammt aus den Wäldern der Waldgenossenschaft Markt Baudenbach. Die Mitglieder erhielten 1.119,- €/Fm, insgesamt 4.397,67 € für den 7,1 m langen und 84 cm starken Eichenstamm. Die sogenannte „Braut des Waldes“ fasst damit 3,93 Fm. Die Mitglieder der Waldgenossenschaft Baudenbach sind sich darüber bewusst, dass es viele Generationen an Waldbesitzern und deren pflegenden Hände bedarf, um einen Stamm von solch hoher Qualität eines Tages ernten zu können.
Zuvor hatten rund 24 deutsche und 3 französische Bieter aus der Holzindustrie zwei Wochen Zeit, die Stämme auf den drei Wertholzplätzen in Erbshausen, Iphofen und Schönstheim zu begutachten. Organisatoren der Submission sind die Forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken (FVU), die FBG Kitzingen (Lagerplatz Iphofen) sowie die Forstbetriebsgemeinschaften Rimpar (Lagerplatz Erbshausen) und Neustadt/Aisch-Uffenheim (Lagerplatz Schönstheim). Die Forstbetriebsgemeinschaften Arnstein, Bad Mergentheim, Feuchtwangen, Marktheidenfeld, Main-Steigerwald und Rothenburg o.T. boten ebenfalls Stämme ihrer Mitglieder zum Verkauf an.
Angebot, Nachfrage, Preise
Fast alle Interessenten erhielten einen Zuschlag für eines ihrer Gebote, lediglich ein Bieter blieb ohne Zuschlag. Insgesamt wurden in diesem Jahr auf der Submission 917,31 Fm Laub- und Nadelholz vermarktet, wobei der Nadelholzanteil lediglich bei 5,23 Fm lag. Rund 49 Fm blieben unverkauft, das sind 28,5 Fm mehr als im Vorjahr. Darunter neben 19 Eichenstämmen auch einige Linden, Eschen und Hainbuchen.
Der durchschnittliche Eichenpreis liegt bei 391,15 €/Fm (Vorjahr: 440,50 €/Fm). Der schlechtere Preis zeichnet lediglich die etwas geringere Qualität mancher Eichenstämme ab, die in diesem Jahr stärker angeboten wurden als im letzten.
Dafür stieg die Vielfalt der unterschiedlichen Holzarten an: Es lagen deutlich mehr Birken (96 Stück, 2013: 34 Stück) und Eschen (58 Stück, 2013: 8 Stück) auf dem Wertholzplatz sowie unter anderem ein Silberahorn, drei Spierlinge, drei Feldahorne, zwei Aspen und eine Roteiche. Dort sind auch die Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zu finden. Fast alle Buntlaubhölzer können einen Anstieg des durchschnittlichen Erlöses verzeichnen. Ein Speierling mit 0,79 Fm erzielte einen Preis von 795,- €/Fm und war somit der teuerste Stamm unter den Buntlaubhölzern.
FBG Kitzingen w.V.

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