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Eichen- und Buntlaubholzsubmission Jesberg

Eichen- und Buntlaubholzsubmission Jesberg

Am 4. Februar fand zum mittlerweile zwanzigsten Mal die „Nordhessische Eichen- und Buntlaubholzsubmission“ des Forstamts Jesberg statt. Neben dem bekannten Wertholzlagerplatz „Pfefferhöhe“ konnte pünktlich zu diesem Jubiläum der neue Wertholzlagerplatz „Oberstes Holz“ bei Fritzlar eingeweiht werden, der deutlich höhere Lagerkapazitäten als der alte Lagerplatz in Gudensberg bietet. Dementsprechend konnte das diesjährige Angebot an Qualitätsrundhölzern im Umfang von 1.498 Fm gegenüber dem Vorjahr um 40 % gesteigert werden. Dominierende Holzarten waren die Eiche mit rund 60 % und die Esche mit rund 23 % der Angebotsmenge. Das übrige Buntholzangebot wurde auf Grund der verhaltenen Marktnachfrage restriktiver angeboten.Wie auch im letzten Jahr wurden 98,6 % der Angebotsmenge beboten. Von den 935 Losen (Vorjahr: 802) erhielten 918 Lose (Vorjahr: 786) einen Zuschlag. Die Anzahl der Bieter (33, davon 32 mit Zuschlag) zeigt sich gegenüber dem vergangenen Jahr (40 Bieter, davon 35 mit Zuschlag) rückläufig. Die wichtigsten Holzarten Eiche, Esche, Kirsche und Bergahorn erzielten erfreuliche Ergebnisse. Der Durchschnittserlös über alle Holzarten fällt mit 406 € /Fm zwar etwas geringer aus als im Vorjahr (443 € /Fm), aber dies ist auf die stark veränderte Mengenrelation zwischen den vertretenen Holzarten, vor allem bei Eiche und Esche, zurückzuführen. Hervorzuheben ist, dass der Durchschnittserlös über alle Holzarten, nach dem Spitzenergebnis in 2013, den dritthöchsten Durchschnittserlös der vergangenen zwei Jahrzehnte markiert.

Das Angebot an Eichenwertholz stieß auf ein gesteigertes Interesse der Bieterschaft und wurde daher auch vollständig beboten und verkauft. Erwartungsgemäß erzielte die Eiche mit 505 € /Fm einen sehr hohen Durchschnittserlös. Im Vergleich zum Durchschnittserlös der letztjährigen Submission entspricht dies einer Steigerung um 27 € /Fm oder 5,6 %. Betrachtet man die Langzeitentwicklung der Durchschnittserlöse der Eiche zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg. Somit lässt sich, vor allem vor dem Hintergrund der weitestgehend gleichgebliebene Angebotsmenge der vergangenen Jahre, ein durchaus positiver Markttrend für die Eiche auch weiterhin ableiten.
Nach der deutlichen Mengenreduzierung bei der Esche im letzten Jahr konnte die Angebotsmenge nachfragebedingt bei der diesjährigen Submission wieder deutlich – um mehr als das sechsfache – gesteigert werden. Aus der Langzeitbetrachtung der Eschendurchschnittserlöse kann ebenfalls ein dauerhafter Anstieg in den letzten Jahren abgeleitet werden. Dieser positive Markttrend bestätigte sich auch bei der diesjährigen Submission: Der Durchschnittserlös erhöhte sich gegenüber 2013 um 16 € /Fm bzw. 7,7 %.
Aus den Submissionsergebnissen der Kirsche lässt sich ein Trend zu einer langsamen Marktkonsolidierung ableiten. Nach den leichten Erlösrückgängen der Vorjahre konnte der Durchschnittserlös in diesem Jahr auf geringer, jedoch qualitativ guter, Mengenbasis wieder um 60 € /Fm bzw. 20,4 % gesteigert werden.
Das gute Vorjahrsniveau der Bergahorndurchschnittserlöse konnte 2014 nicht gehalten werden. Aus dem Rückgang des Durchschnittserlöses um 37 € /Fm oder 9,3 % lässt sich ein leichter Nachfragerückgang konstatieren. Ursächlich ist insbesondere der deutlich geringere Mengenanteil hochqualitativer Riegelahorne beim diesjährigen Termin. Das Höchstgebot beim Riegelahorn lag bei 2.569 € /Fm. Gerade auch durch die käuferseitig schwächere Bewertung durchschnittlicher Qualitäten zeigt sich, dass der Trend im Bereich der Möbelindustrie weiterhin eher zu dunklem, strukturreichen Holz geht.
Dunkle Holzarten wie Walnuss und Erle konnten weiterhin mit Erlössteigerungen aufwarten. Die angebotenen Spitzahornmengen stießen demgegenüber wieder auf kein Käuferinteresse. Ernüchternd stellt sich auch die langfristige Entwicklung der Erlöse bei Roteiche dar. Der aktuelle Erlösrückgang um 44 € /Fm oder 16,7 % hat die schon langfristig bestehenden großen Wertschöpfungsunterschiede zur heimischen Eiche wiederum bestätigt. Das Testangebot einer kleineren Buchenmenge fand, außer bei Kunden der Messerfurnier-industrie, keine besondere Bieterresonanz.
Hessen-Forst

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