Holzverkauf und Holzpreise

Eiche und Esche im Norden weiterhin sehr begehrt

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Auf der 49. Laubwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein wurden 20 % mehr Holz als im Vorjahr angeboten. Der Durchschnittserlös der Hauptbaumart Eiche ging qualitätsbedingt um 3,5 % zurück.

Am 23. Februar 2021 fand die Gebotseröffnung der 49. Laubwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein statt. Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden rund 4.400 Fm Wertholz angeboten.

20 % mehr Holz

Die Angebotsmenge lag 20 % über dem Vorjahr. Der Schwerpunkt war wieder bei der Eiche, die mit einer deutlich höheren Menge von 3.750 Fm angeboten wurde (Vj. 2.930 Fm). Die angebotene Eschenmenge lag allerdings mit 325 Fm deutlich unter Vorjahresniveau (470 Fm). Es beteiligten sich 29 Bieter (Vj. 31) aus Deutschland und Dänemark. Verkauft wurden 11 Holzarten, vor allem Eiche und Esche sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche und Roteiche. Insgesamt konnten 96 % der angebotenen Menge veräußert werden.

Der Gesamtumsatz lag bei 1.938.000 € (Vorjahr 1.625.000 €, +19 %). Der Durchschnittserlös über alle Holzarten blieb unverändert bei 459 Euro/Fm. Insgesamt zeigten sich qualitätsbezogen stabile Preise für die angebotenen Holzarten. Bei der Eiche resultiert der geringere Durchschnittspreis auf einem teilweise gestiegenen Anteil von Sammellosen, die Esche erzielte einen um 11% höheren Durchschnittspreis.

Eiche qualitätsbedingt unter Vorjahr

Der Durchschnittspreis der Eiche lag bei 493 €/Fm (Vj. 511 €/Fm, -3,5 %). Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los der Kreisforsten Herzogtum Lauenburg in Lanken mit 1.430 €/Fm. Der teuerste Einzelstamm der Submissionen ist eine Eiche von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Forstbetriebsgemeinschaft Ostholstein. Mit einem Volumen von 8,03 Fm erzielte diese Eiche einen Erlös von insgesamt 7.476 €.

Weitere Holzarten

Bei der Esche wurde ein Durchschnittspreis von 230 €/Fm erzielt (Vj. 207 €/Fm, +11 %). Das Höchstgebot für die Esche lag bei 277 €/Fm. Ahorn wurde mit 27 Fm weiterhin nur zurückhaltend angeboten (Vj. 26 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 371 €/Fm. Als Höchstpreis wurden 1.222 €/Fm erzielt. Auch die Kirsche wurde marktbedingt nur mit einer geringen Menge von 28 Fm verkauft und erzielte im Durchschnitt 307 €/Fm. Die Roteiche erzielte durchschnittlich 188 €/Fm, ein beachtliches Höchstgebot für einen Roteichenstamm wurde mit 469 €/Fm erreicht.

Preise stabil

Damit sind die Preise insbesondere für die mengenmäßig bedeutsamen Eichen und Eschen stabil geblieben. Die Nachfrage nach wertvollen Eichen ist anhaltend hoch. Ein lebhafter Wettbewerb bei der Eiche zeigt sich vor allem im Bereich des hochwertigen Sägeholzes.

Daten: LF Schleswig-Holstein
Quelle: Landesforsten SH