Holzverkauf und Holzpreise

Eiche in Schlüchtern gibt leicht nach

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Am 24. Februar fand in Hessen die Eichenwert- und Stammholzsubmission Schlüchtern statt. Der Durchschnitterlös gab dabei um 4,5 % nach und es blieben relativ viele Lose ohne Gebot. Das deutet auf einen erhöhten Anteil geringerwertiger Eiche hin. Gute Eiche ist dagegen nach wie vor sehr gefragt.

Auf drei Lagerplätzen boten insgesamt 17 Lieferforstämter 2.782 Fm Eichenwert- und Stammholz an. Die Angebotsmenge lag 2.782 Fm rund 650 Fm über der des Vorjahres. 29 Bieterfirmen zeigten Interesse an den ausgelegten Stämmen. Je elf Furnierhersteller und Sägewerker, sowie fünf Fassdaubenhersteller und zwei Händler reichten Gebote für die Eichen ein.

Durchschnittserlös 4,5 % gesunken

Der Durchschnittserlös der Submission betrug 592 €/Fm und damit 28 €/Fm oder 4,5 % weniger als 2020. Die am höchsten bebotene Eiche kam aus dem Staatswald des Forstamtes Schlüchtern. Sie erzielte einen Gesamtpreis von 6.042 € und geht in die Furnierherstellung. Mit einer Länge von 7 m und einem Mittendurchmesser von 78 cm lag ihr Festmeterpreis bei 1.809 €, und damit fast 4 % über dem Höchstgebot des Vorjahres.

Der stärkste zum Verkauf angebotene Stamm maß 88 cm im Durchmesser und brachte es bei einer Länge von 10,3 m auf ein Gesamtvolumen von 6,26 Fm. Er ging an ein Sägewerk für 5.922 €.

Über 200 Fm unbeboten

Insgesamt 2.569 Fm (92 %) erhielten einen Zuschlag. Rund 57% dieser Menge wurden Sägewerkern zugeschlagen, 27% gehen an die Furnierindustrie und 15% an Fasshersteller. Die Restmenge von 1 % wurde von Händlern zum Weiterverkauf erworben.

Die Zahl der angebotenen Lose stieg von 1.295 im Jahr 2020 um 223 auf 1.518. Dabei blieben 178 Lose mit insgesamt 213 Fm unbeboten. Im Vorjahr waren nur 66 Lose mit 79 Fm.

Quelle: HessenForst